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Bundesweiter Warntag 2026: Bund, Länder und Kommunen testen Warnsysteme

26. Aug.
2 Min. Lesezeit

Michendorf – Am Donnerstag, 10. September, können in Michendorf und im gesamten Landkreis plötzlich Handys Alarm schlagen, Warn-Apps Meldungen anzeigen und möglicherweise auch Sirenen zu hören sein.


Grund zur Sorge besteht dann zunächst nicht: Deutschland probt an diesem Tag erneut den Ernstfall. Wie der Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark auf seinem Instagram-Profil berichtet, findet an diesem Tag der Bundesweite Warntag 2026 statt.


Beim Bundesweiten Warntag 2026 testen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam ihre Warnsysteme. Um 11 Uhr soll die bundesweite Probewarnung ausgelöst werden, um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Der Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark informiert bereits jetzt über den Ablauf und die verschiedenen Warnmöglichkeiten.


Um 11 Uhr startet die Probewarnung

Die bundesweite Warnung wird durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst. Dafür kommt das sogenannte Modulare Warnsystem – kurz MoWaS – zum Einsatz.


Parallel können regionale und kommunale Stellen eigene Warnmittel testen. Welche davon konkret in Michendorf ausgelöst werden, geht aus den bislang veröffentlichten Informationen des Kreisfeuerwehrverbandes nicht hervor.


Fest steht: Wer am 10. September gegen 11 Uhr plötzlich eine Warnmeldung auf seinem Mobiltelefon erhält, muss wegen dieser Probewarnung nichts unternehmen. Es handelt sich um eine Übung.


Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes soll die Entwarnung gegen 11.45 Uhr erfolgen.


Handy, NINA, Radio – auf mehreren Wegen wird gewarnt

Der Warntag soll vor allem zeigen, ob Warnungen im Ernstfall möglichst viele Menschen erreichen. Deshalb wird nicht nur ein einzelner Kanal getestet.


Zu den möglichen Warnwegen gehören Cell Broadcast, die Warn-App NINA, Sirenen, Radio und Fernsehen sowie digitale Informationstafeln. Auch Lautsprecherwagen und weitere kommunale Systeme können eingesetzt werden.


Beim Cell Broadcast erscheint die Warnung direkt auf geeigneten Mobiltelefonen.

Eine zusätzliche App oder eine aktive Internetverbindung ist dafür grundsätzlich nicht erforderlich. Die Warn-App NINA liefert dagegen neben Warnmeldungen auch weiterführende Informationen.


Der Gedanke dahinter: Fällt ein Warnweg aus oder wird übersehen, soll die Bevölkerung möglichst über einen anderen Kanal erreicht werden.


Was bedeutet eine Sirene?

Besonders wichtig ist auch die Bedeutung der Sirenensignale. Der Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark erinnert deshalb daran, wie Warnung und Entwarnung voneinander unterschieden werden.


Eine Warnung bei Gefahr wird durch einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton signalisiert. Im Ernstfall bedeutet das: Es besteht möglicherweise eine Gefahr, die Bevölkerung soll sich über die aktuelle Lage informieren.


Die Entwarnung erfolgt dagegen mit einem einminütigen gleichbleibenden Dauerton. Dieser signalisiert, dass die zuvor bestehende Gefahr nicht mehr besteht.

Am Bundesweiten Warntag handelt es sich bei entsprechenden Signalen allerdings um einen Test.


Warum Deutschland jedes Jahr Alarm übt

Der Bundesweite Warntag findet nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Ziel ist es, die technischen Systeme zu überprüfen, Abläufe zu erproben und mögliche Schwachstellen anschließend zu verbessern.


Gleichzeitig soll die Bevölkerung mit Warnmeldungen vertrauter werden. Denn im tatsächlichen Ernstfall zählt nicht nur, ob eine Warnung technisch funktioniert – sondern auch, ob die Menschen wissen, was das Signal bedeutet und wo sie weitere Informationen erhalten.


Der Kreisfeuerwehrverband bringt es entsprechend auf den Punkt: Je vertrauter Menschen mit Warnungen sind, desto sicherer können sie sich in einer Gefahrenlage verhalten.

Für Michendorfer heißt es deshalb am 10. September um 11 Uhr: Nicht erschrecken, wenn das Handy plötzlich Alarm schlägt – an diesem Donnerstag wird der Ernstfall nur geprobt.

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