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Diebe auf Michendorfer Supermarktparkplätzen – viele Fragen bleiben offen

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Michendorf – Beim Einladen der Einkäufe reicht ein unachtsamer Moment: Auf Parkplätzen von Supermärkten in Michendorf sind nach einer Warnmeldung der Gemeinde zuletzt vermehrt Portemonnaies gestohlen worden. Die MIR hat bei Polizei und Rathaus nachgefragt. Die Kriminalpolizei ermittelt, konkrete Fallzahlen nennt sie nicht. Die Gemeinde wiederum nennt weder in ihrer Veröffentlichung noch auf Anfrage eigene Maßnahmen.


Die Gemeinde veröffentlichte einen Hinweis der Polizei Beelitz, darin wird vor Dieben gewarnt, die unachtsame Momente beim Ein- und Ausladen ausnutzen oder ihre Opfer durch weitere Personen gezielt ablenken lassen. Welche dieser Vorgehensweisen bei den einzelnen Michendorfer Taten festgestellt wurde, geht aus der Veröffentlichung nicht hervor.


Warnung ohne konkrete Zahlen

Auf MIR-Anfrage grenzt die Polizeidirektion West das betroffene Gebiet ein: Die Warnung beziehe sich auf Taten aus dem Jahr 2026 im Ortsteil Michendorf. Einen genaueren Tatzeitraum nennt die Polizei nicht. Auch die Frage nach der Anzahl der Diebstähle bleibt unbeantwortet. Ein Polizeisprecher begründet dies damit, dass die Polizei „grundsätzlich keine unterjährigen Zahlen“ kommuniziere. Deshalb könnten keine belastbaren Angaben zur Zahl der Fälle mit dieser Vorgehensweise gemacht werden.


Damit lässt sich das Ausmaß der Diebstähle für die Öffentlichkeit bislang nicht beziffern. Die Warnmeldung spricht von vermehrten Taten. Wie viele Fälle damit gemeint sind und über welchen Zeitraum sie sich verteilen, bleibt unklar.


Kriminalpolizei ermittelt

Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizeidirektion West an und werden von der Kriminalpolizei geführt. Ob es sich um eine zusammenhängende Serie handelt, welche Supermarktstandorte betroffen sind und ob Erkenntnisse zu Tatverdächtigen vorliegen, teilte die Polizei nicht mit.


„Aus laufenden Ermittlungen heraus werden keine Informationen weitergegeben“, erklärt Thierbach. Das gelte auch für konkrete polizeiliche Maßnahmen. Die Sachverhalte würden jedoch im Rahmen der Lagebeurteilung bewertet, um gezielt Maßnahmen planen und durchführen zu können. Ob beispielsweise zusätzliche Streifen oder Kontrollen eingesetzt werden, bleibt damit offen.


Gemeinde nennt keine eigenen Maßnahmen

Die Gemeinde hat die Warnung der Polizei veröffentlicht. Eigene Maßnahmen nennt sie jedoch weder in ihrem Beitrag noch auf Anfrage der MIR. Ob es etwa Gespräche mit betroffenen Supermarktbetreibern gab oder weitere Schritte geplant sind, bleibt offen.


Die MIR hatte ausdrücklich nach dem Kenntnisstand der Gemeinde, möglichen Gesprächen und eigenen Schutzmaßnahmen gefragt. Die Antwort aus dem Rathaus beschränkt sich auf einen Verweis: „Da diese Thematik in Zuständigkeit der Polizei liegt, bitten wir Sie, sich mit Ihren Fragen an die Polizei zu wenden.“


Damit bleiben die Fragen zum eigenen Handeln der Verwaltung unbeantwortet. Ob die Gemeinde über die Veröffentlichung der Warnung hinaus tätig geworden ist, geht aus ihrer Antwort nicht hervor.


Geldbörse nah am Körper tragen

Für Kunden bleibt deshalb vor allem der Rat zur Aufmerksamkeit. Die Polizei empfiehlt, Geldbörsen sicher und körpernah aufzubewahren. Handtaschen gehören nicht in den Einkaufswagen; Taschen und Wertsachen sollten niemals sichtbar im Fahrzeug liegen.


Besondere Vorsicht ist beim Be- und Entladen geboten. Auch bei Ablenkungen auf dem Parkplatz oder während des Einkaufs sollten Kunden ihre persönlichen Gegenstände im Blick behalten.


Wer bestohlen wurde oder eine verdächtige Situation beobachtet, sollte sich an die Polizei wenden. In dringenden Fällen gilt der Notruf 110.

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