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Gemeinsam gegen das Vergessen: Michendorf blickt auf die Demenzwoche zurück

vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Michendorf - Erinnerungen in Bildern, Gespräche über den Alltag mit Demenz und ein Nachmittag mit Musik und Bingo: Die Demenzwoche hat in Michendorf Information und Begegnung zusammengebracht. Beim Musikkaffee waren rund 40 ältere Gäste dabei.


Bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen, zur Musik tanzen oder am Tisch mitschunkeln: Der Musikkaffee am 24. September zeigte, wie unkompliziert Gemeinschaft entstehen kann. Rund 40 ältere Gäste nahmen teil, darunter auch Besucherinnen und Besucher der Tagespflegeeinrichtungen.


An Fühlkästen konnten sie ihren Tastsinn ausprobieren und nebenbei Beratungsstellen sowie den Seniorenbeirat Michendorf kennenlernen.

Anschließend wurde es beim Bingo konzentriert: Mit Zettel und Stift verfolgten die Gäste die gezogenen Zahlen.


Netzwerkkoordinator Martin Krause führte durch die Runde, unterstützt von seiner Frau als „Zahlenfee“. Die Freude über Gewinne und die positiven Rückmeldungen bestärkten die Veranstalter nach Angaben der Gemeinde darin, ein solches Angebot zu wiederholen.


Demenz aus einer anderen Perspektive sehen

Der Musikkaffee war Teil der Angebote zur bundesweiten Demenzwoche vom 21. bis 27. September. Das Netzwerk Pflege & Inklusion und die Gemeinde Michendorf hatten pflegende Angehörige, Menschen mit Demenz, Seniorinnen und Senioren sowie weitere Interessierte eingeladen.


Bereits den gesamten September über war im Rathaus die digitale Fotokunstausstellung „Demenz neu sehen“ zu sehen. Prämierte Aufnahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Desideria Preis für Fotografie“, ergänzt durch einen Audioguide und Hörgeschichten, eröffneten persönliche Einblicke in das Leben von Menschen mit Demenz.


Einen besonderen Zugang zu Erinnerungen bot auch die Hauskrankenpflege Ewald.

Sie öffnete ihren „Flur der Erinnerungen“ an einem Nachmittag für die Öffentlichkeit.

Regionale Künstler hatten Erinnerungen der Tagesgäste auf Papier gebracht. Die daraus entstandene Ausstellung schmückt die Wände der Einrichtung.


Hilfen für Angehörige – mit überschaubarer Beteiligung

Praktische Anregungen vermittelte der Workshop „Mit Demenz umgehen“, der sich an Angehörige richtete. Hörakustikerin Petra Kuder widmete sich in ihrem Impulsvortrag dem Thema „Wer nicht gut hört, zieht sich zurück“.


Die Beteiligung an diesen Angeboten blieb nach Angaben der Gemeinde eher gering.

Bei den anwesenden Gästen seien die Inhalte jedoch sehr gut angekommen.

Für künftige Veranstaltungen wünschen sich die Organisatoren mehr Teilnehmende.


Auch der Podcast „Pflegen.Lachen.Machen.“ griff das Thema auf: Die zwölfte Folge erschien Anfang September und beschäftigte sich allgemein mit Demenz. Für die Demenzwoche wurde zusätzlich eine Sonderfolge mit Jaqueline Borrmann aus der Demenzberatung angekündigt.

Der Podcast ist auf den gängigen Podcastplattformen verfügbar.

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