„Im Zweifel für die Freiheit“
- RA Axel Lipinski-Mießner

- vor 12 Stunden
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Meinung - Liebe Mitstreiter für die Freiheit,
heute Morgen habe ich im Markusevangelium eine Stelle gelesen, die mich beschäftigt hat.
Jesus sagt:
„Jedes Reich, das in sich selbst entzweit ist, wird verwüstet, und keine Stadt und kein Haus, das
in sich selbst entzweit ist, kann Bestand haben.“
In diesen Worten liegt eine Wahrheit, die weit über den unmittelbaren Zusammenhang
hinausweist: Kein Gemeinwesen kann dauerhaft bestehen, wenn es seinen inneren
Zusammenhalt verliert.
Wir dürfen streiten. Gerade eine freie Gesellschaft muss den Streit aushalten. Auch scharfen
Streit. Aber politische Auseinandersetzung darf nicht dazu führen, dass wir dem anderen seine
Zugehörigkeit zu unserer gemeinsamen Gemeinschaft absprechen.
Eine Gesellschaft zerbricht nicht daran, dass Menschen verschieden denken. Sie zerbricht dort,
wo aus dem politischen Gegner ein Feind wird, der angeblich keinen Platz mehr in ihr haben soll.
Unsere freiheitliche Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und
sich trotz unterschiedlicher Überzeugungen als Teil eines gemeinsamen Ganzen verstehen.
Verbunden durch unsere Geschichte, unsere Kultur und durch die Überzeugung, dass Freiheit
und Würde jedem Einzelnen zustehen.
Wir Liberale sind die Hüter dieses Zusammenhalts. Denn wer den politischen Gegner aus der
Gemeinschaft drängen will, beschädigt am Ende das Haus, in dem wir alle leben.
Also nicht vergessen:
Im Zweifel für die Freiheit




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