Jetzt schreibt die Mühle selbst: Willkommen, MirKI!
- Gregory Gosciniak

- vor 14 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Michendorf - Sie trägt Flügel, lächelt freundlich – und soll künftig kräftig in der Redaktion mitarbeiten: Mit MirKI bekommt die Michendorfer Rundschau einen eigenen KI-Autor. Das digitale Redaktionsmitglied wird vor allem kurze Meldungen vorbereiten und das MIR-Team bei wiederkehrenden journalistischen Aufgaben unterstützen.
MirKI ist dabei mehr als nur ein technisches Werkzeug. Die kleine Mühle wird zum sichtbaren Gesicht für den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der MIR. Leser sollen auf den ersten Blick erkennen können, wo moderne Technik die redaktionelle Arbeit unterstützt.
Kurzmeldungen sind MirKIs Spezialgebiet
Ob eine kurzfristige Straßensperrung, ein neuer Veranstaltungstermin, eine Mitteilung aus einem Verein oder eine kompakte Nachricht aus einem der sechs Michendorfer Ortsteile: Gerade bei kurzen Meldungen soll MirKI künftig noch mehr Tempo in den Redaktionsalltag bringen.
Die KI kann bereitgestellte Informationen ordnen, die wichtigsten Punkte herausarbeiten und daraus einen ersten Textentwurf erstellen. Auch Überschriften, Zwischenüberschriften, Social-Media-Fassungen und kurze Zusammenfassungen können vorbereitet werden.
Die Redaktion behält das letzte Wort
Zur Redakteurin wird eine Software aber nicht allein durch einen Namen und ein freundliches Gesicht. MirKI darf zwar Texte vorbereiten – veröffentlicht werden sie jedoch weiterhin unter redaktioneller Verantwortung.
MirKI entscheidet deshalb nicht selbst, was veröffentlicht wird. Die journalistische Prüfung und die abschließende Freigabe bleiben Aufgabe der Redaktion.
Mehr Zeit für die Geschichten hinter der Nachricht
Der Einsatz der KI soll vor allem Arbeit abnehmen, die sich im Redaktionsalltag häufig wiederholt. Dadurch bleibt den menschlichen Redakteuren mehr Zeit für Gespräche vor Ort, Interviews, Recherchen, Hintergrundberichte und die Prüfung von Leserhinweisen.
Denn eine KI kann Informationen verarbeiten – aber sie besucht keine Gemeindevertretung, spricht nicht mit Betroffenen und kennt nicht automatisch die Stimmung im Ort. Lokaler Journalismus lebt weiterhin davon, zuzuhören, nachzufragen und Zusammenhänge zu verstehen.
MirKI soll die Redaktion daher nicht ersetzen, sondern ergänzen: schnell bei kurzen Meldungen, hilfreich bei der Aufbereitung und immer unter menschlicher Kontrolle.




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