Mehr Platz im Zug: RE7 soll künftig mit längeren Zügen fahren
- Oliver Bettermann

- vor 5 Tagen
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Michendorf / Beelitz – Für Pendlerinnen und Pendler entlang der Bahnstrecke zwischen Potsdam, Michendorf, Beelitz und Bad Belzig gibt es Aussicht auf spürbare Entlastung:
Die Regionalexpresslinie RE7 soll künftig mit längeren Zügen unterwegs sein.
Dadurch sollen deutlich mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen.
Nach Angaben des brandenburgischen Infrastrukturministers Detlef Tabbert sollen die Züge künftig mit bis zu acht Wagen und rund 420 Sitzplätzen fahren. Das erklärte der Minister auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Melanie Balzer im Landtag.
Balzer informierte darüber anschließend in einem Beitrag auf ihrem Social-Media-Profil.
Dort fasste sie die Antwort der Landesregierung zusammen und betonte die Bedeutung der Verbesserungen für die Region.
Sie erklärte, dass die höhere Kapazität sowohl unter der Woche als auch saisonal am Wochenende vorgesehen sei.
Mehr Kapazität wegen steigender Nachfrage
Der Hintergrund der Planungen ist eine stark gestiegene Nutzung der Strecke. Laut Landesregierung hätten sich die sogenannten Personenkilometer auf der RE7-Strecke in den vergangenen Jahren etwa verdoppelt. Das bedeute, dass deutlich mehr Menschen den Zug nutzen als früher.
Balzer schrieb dazu: „Der RE7 wird verlängert: gute Nachrichten für alle Pendlerinnen und Pendler aus und nach Wiesenburg, Bad Belzig, Brück, Borkheide, Beelitz, Seddin und Michendorf.“
Bereits seit einiger Zeit fährt der RE7 zwischen etwa 5 und 20 Uhr zweimal pro Stunde. Die nun geplante Verlängerung der Züge soll insbesondere in stark frequentierten Zeiten zusätzliche Plätze schaffen.
Erste Verbesserungen an Wochenenden geplant
Nach Angaben des Ministeriums sollen zwischen den Osterferien und den Herbstferien an Wochenenden in der Zeit von 9 bis 19 Uhr ausschließlich Züge mit maximaler Zuglänge eingesetzt werden.
Auch unter der Woche sei eine Ausweitung der Kapazitäten vorgesehen. Ziel sei es, nicht nur in den klassischen Hauptverkehrszeiten, sondern auch zwischen den Stoßzeiten rund 420 Sitzplätze pro Zug anzubieten.
Beelitz begrüßt die Ankündigung
Die Stadt Beelitz bewertet die angekündigten Änderungen als wichtigen Schritt für die Region. Bürgermeister Bernhard Knuth erklärte dazu:
„Die Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler müssen auch unter der Woche so schnell wie möglich umgesetzt werden. Denn die Menschen sind den ganzen Tag über auf eine funktionierende Verbindung nach Potsdam und Berlin angewiesen.“
Die längeren Züge seien zudem eine gute Nachricht für den Tourismus in der Region – insbesondere für Besucher der Spargelstadt Beelitz.
Weitere Verbesserungen bleiben Thema
Trotz der geplanten Kapazitätssteigerung sehen Kommunen und Pendler weiterhin Handlungsbedarf. Hintergrund ist der Fahrplanwechsel im Dezember, durch den einige Verbindungen verändert wurden.
Aktuell enden bestimmte Verstärkerzüge des RE7 bereits in Berlin-Wannsee. Wer weiter in die Innenstadt fahren möchte, muss dort in den RE1 oder die S-Bahn umsteigen, was teilweise zu längeren Fahrzeiten führt.
Nach Angaben der Stadt Beelitz führe der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bereits Gespräche mit den beteiligten Bundesländern, um zusätzliche Verbesserungen zu prüfen.
Für viele Pendler entlang der Strecke bleibt daher die Hoffnung, dass die nun angekündigten längeren Züge nur der erste Schritt zu einer insgesamt besseren Verbindung nach Potsdam und Berlin sind.
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