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MIR fällt auf: Michendorfer Verkehrsvielfalt

Michendorf hat rund 200 Einwohner pro Quadratkilometer – und damit ungefähr die gleiche Bevölkerungsdichte wie Katzweiler in Rheinland-Pfalz oder Mengen in Baden-Württemberg.

Was wir diesen Orten allerdings voraus haben, ist eine ausgesprochen vielfältige Verkehrslandschaft.


Gut, Mengen hat einen eigenen Flughafen. Aber wir haben Mitnahmebänke. Und bis vor kurzem auch Fahrradausleihstationen. Die Nutzung war allerdings offenbar so gewaltig, dass die Gemeinde den Vertrag mit dem Anbieter nextbike inzwischen beendet hat – und die drei Stationen gleich ganz verschwunden sind.


Aber zum Glück arbeitet man ja fortwährend daran, das Autofahren zu reduzieren: Tempo 30 auf der Hauptstraße, Baustellen auf den Verkehrsachsen, gegen null gehende Parkmöglichkeiten am Rathaus – und wenn jetzt noch die Poller kommen, fühlt man sich fast wie in Berlin-Mitte.


Dann verlieren die Mitnahmebänke zwar endgültig ihren angestrebten Zweck – wobei sie den eigentlich auch jetzt schon nicht erfüllen. Offiziell wären sie dann wieder ganz normale Bänke und kein gescheitertes 60er-Jahre-Revival-Projekt mehr.


Ein nextbike kann man sich dann zwar auch nicht mehr leihen. Aber wenigstens kommt noch der Bus. Vorausgesetzt, man wohnt nicht südlich der Autobahn – wo man für eine Fahrt nicht nur extra zahlen, sondern auch extra lange warten muss.


Gut also, dass wir so divers aufgestellt sind. So können gleich mehrere ungenutzte Angebote unbemerkt verschwinden – ohnehin fahren wir am Ende alle weiter mit dem Privat-Pkw.

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