top of page

Noch weniger Platz im RE7: Michendorfer Pendler verlieren 150 Sitzplätze

vor 1 Minute
2 Min. Lesezeit

Michendorf / Wilhelmshorst – „Jeden Morgen schlimmer.“ So beschreibt ein Michendorfer Pendler seine Erfahrungen im RE7 nach Berlin. Erst vor wenigen Wochen wandte sich ein Leser an den MIR-Kummerkasten und berichtete von regelmäßig deutlich überfüllten Zügen am Morgen. Teilweise, so seine Schilderung, kämen Fahrgäste in Michendorf oder Wilhelmshorst gar nicht mehr in den Zug.


Die MIR fragte daraufhin bei der Deutschen Bahn nach. Eine Antwort steht bis heute aus. Nun dürfte die Nachricht für viele Pendler kaum beruhigend wirken: Ab 1. November sollen auf Teilen des RE7 wieder Züge mit deutlich weniger Sitzplätzen unterwegs sein.


150 Sitzplätze fallen weg

Seit Ende März wurden zahlreiche Verbindungen des RE7 zwischen Dessau, Berlin und Senftenberg laut offiziellen Angaben mit einem zusätzlichen dreiteiligen Zugteil "verstärkt". Dadurch standen Pendlern in diesen Zügen bis zu 420 statt 270 Sitzplätze zur Verfügung.


Mit Beginn des Novembers fällt diese Verstärkung wieder weg. Damit fallen auf den betroffenen Verbindungen 150 Sitzplätze weg – rechnerisch rund 36 Prozent der derzeitigen Kapazität.


Für Pendler aus Michendorf und Wilhelmshorst ist das besonders relevant. Beide Bahnhöfe liegen direkt an der RE7-Strecke Richtung Berlin. Gerade morgens ist die Verbindung für viele Berufspendler eine der wichtigsten Möglichkeiten, in die Hauptstadt zu gelangen.


Leser berichtete schon vorher von Problemen

Dass die Situation bereits mit den zusätzlichen Wagen nicht überall entspannt ist, zeigt die Rückmeldung eines MIR-Lesers.


Ende September schrieb er unter einem Beitrag der Redaktion, er sitze täglich in einem „deutlich überfüllten RE7“ Richtung Berlin. Wenige Wochen später legte er nach: Jeden Morgen werde es schlimmer. Teilweise könnten Fahrgäste in Michendorf oder Wilhelmshorst nicht mehr zusteigen.


Die fragte daraufhin bei der Deutschen Bahn nach: Eine Antwort liegt der Redaktion bislang jedoch nicht vor.


Umso bemerkenswerter ist, dass nun ausgerechnet auf einer bereits heute stark ausgelasteten Verbindung wieder Kapazität herausgenommen werden soll.


Entlastung war nur befristet

Ganz überraschend kommt die Rückkehr zu kürzeren Zügen allerdings nicht. Die zusätzliche Kapazität war von Beginn an nur zeitlich begrenzt vorgesehen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hatte die Verstärkung im Frühjahr zunächst bis zum Ende der Herbstferien angekündigt.


Der Hintergrund der damaligen Maßnahme war ausgerechnet die hohe Nachfrage auf dem RE7.

Wie der Fahrzeugeinsatz ab November im Detail aussehen wird, ist nach Angaben des VBB noch nicht abschließend geklärt. Auch Baustellen und Sperrungen im Berliner Bahnnetz spielen dabei eine Rolle.


Für die Fahrgäste ändert das am grundsätzlichen Problem wenig: Auf einzelnen stark genutzten Verbindungen werden künftig wieder deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung stehen.


Mehr Platz erst wieder 2027

Eine erneute Verstärkung ist nach derzeitiger Planung erst für 2027 mit Beginn der Osterferien vorgesehen.


Bis dahin könnte es für Michendorfer und Wilhelmshorster Pendler also noch enger werden. Denn während die MIR bereits jetzt Beschwerden über volle Züge erreichen, wird die Kapazität auf Teilen der Linie im Winter wieder reduziert.


Die noch unbeantwortete Anfrage der MIR an die Deutsche Bahn bekommt damit eine zusätzliche Frage: Wie soll verhindert werden, dass Fahrgäste in Michendorf und Wilhelmshorst künftig tatsächlich am Bahnsteig zurückbleiben?

Kommentare


Kontakt zur Redaktion

Für Gastbeiträge, Pressemitteilungen, Veranstaltungseinladungen und redaktionelle Hinweise erreichen Sie die Redaktion der Michendorfer Rundschau unter redaktion@michendorfer-rundschau.de.

Gerne nehmen wir Informationen, Termine, Bildmaterial und Themenvorschläge aus Michendorf und den Ortsteilen entgegen. Bitte fügen Sie nach Möglichkeit alle relevanten Angaben sowie einen Ansprechpartner hinzu.

MIR Logo (weiss)
  • Facebook
  • Whatsapp
  • Instagram
  • X
  • LinkedIn
  • TikTok

Gemäß § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen, da unser Unternehmen der Kleinunternehmerregelung unterliegt.

 

​

Kontakt zur Redaktion: Redaktion@Michendorfer-Rundschau.de

© 2026 Michendorfer Rundschau | Gosciniak & Bettermann Ads & Publishing GbR | Impressum | Datenschutz

bottom of page