Ortsvorsteher schlägt Alarm: Vandalismusproblem der Bücherzelle Wildenbruch
- Gregory Gosciniak

- vor 9 Stunden
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Wildenbruch - An der Bücherzelle am Pappelplatz (Wildenbruch) ist es erneut zu Vandalismus gekommen. Der Ortsvorsteher spricht in einer aktuellen Veröffentlichung von „mutwilligen Zerstörungen“, die „nicht nur Sachschäden verursachen, sondern auch das ehrenamtliche Engagement vieler Beteiligter mit Füßen treten“.
Bereits mehrfach kam es zu kleinen und größeren Beschädigungen und Verschmutzungen. Die Bücherzelle sei „ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Bildung“ und lebe „vom Vertrauen, vom respektvollen Umgang miteinander und vom freiwilligen Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger“ betont der Ortsvorsteher.
Ehrenamt unter Druck
Der Wildenbrucher Heimatverein kümmert sich seit Jahren um Pflege, Ordnung und Instandhaltung der Mitnahmebibliothek. Dieses Engagement verdiene „Anerkennung und Unterstützung – keine Zerstörung“, betont auch der Ortsvorsteher.
Bereits in der Vergangenheit hatten Anwohner und Mitglieder des Heimatvereins im Gespräch mit der Michendorfer Rundschau betont, wie aufwendig die kontinuierliche Pflege sei. Im Rahmen des Frühjahrsputzes 2025 erklärte ein Vereinsmitglied: „Auch wenn wir die Bücherzelle und den Bücherbestand regelmäßig pflegen, ist es wichtig, mindestens einmal im Jahr gründlich für Ordnung zu sorgen.“
Auch hat der Verein mehrfach mit Flyern und Aushängen auf die umfangreiche Arbeit hingewiesen, die notwendig sei, um die Bücherzelle sauber und ordentlich zu halten. Ziel sei es gewesen, Nutzerinnen und Nutzer für einen verantwortungsvollen Umgang zu sensibilisieren.
„Umso unverständlicher und enttäuschender“
In seiner aktuellen Stellungnahme zeigt sich der Ortsvorsteher deutlich: „Umso unverständlicher und enttäuschender ist es, wenn dieses gemeinschaftliche Angebot mutwillig beschädigt wird.“ Jeder Schaden bedeute „zusätzlichen Aufwand, zusätzliche Kosten und vor allem Frustration bei denen, die sich ehrenamtlich einsetzen“.
Er appelliert daher „eindringlich an alle“, die Bücherzelle mit Respekt zu behandeln und jede Form von Zerstörung zu unterlassen. Wer Beobachtungen mache, solle „nicht wegsehen, sondern Verantwortung zeigen“.
Symbol für Gemeinschaft
Viele Menschen im Ort nutzten die Bücherzelle regelmäßig. Sie ist „ein kleines, aber wichtiges Symbol für Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt in unserem Ort“, heißt es in der Veröffentlichung weiter.
Ob es Hinweise auf mögliche Verursacher gibt oder eine Anzeige erstattet wurde, ist nicht bekannt.
Fest steht: Die Bücherzelle am Pappelplatz ist weit mehr als eine alte Telefonzelle mit Büchern. Sie steht für das Miteinander in Wildenbruch – und für die Frage, wie sorgsam eine Gemeinschaft mit ihren eigenen Angeboten umgeht.
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