Sport- und Freizeitanlage „An der Umgehungsbahn“: Fördermittel, Vorfreude – und offene Fragen
- Oliver Bettermann

- vor 2 Tagen
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Wilhelmshorst / Langerwisch – Der erste Bauabschnitt für die geplante Sport- und Freizeitanlage „An der Umgehungsbahn“ soll bereits im Frühjahr 2026 starten.
Vorgesehen ist zunächst ein Minispielfeld für Fußball, Basketball und Volleyball – finanziert unter anderem durch Fördermittel. Hinzu kommen Zufahrt und Parkplätze.
Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion ist eine Infoveranstaltung zur Anlage an der Umgehungsbahn.
In einem Instagram-Beitrag berichtet die Grünen-Politikerin Marlene Zscherpe von der Veranstaltung und schreibt, sie freue sich, dass die Gemeinde einen Ort schaffe, „an dem Familien, Kinder und Jugendliche gemeinsam aktiv sein können“.
Die Stimmung sei überwiegend positiv gewesen. Zugleich seien Fragen zu Lärmschutz und Vandalismus offen angesprochen worden.
Zugleich seien Fragen zu Lärmschutz und Vandalismus offen angesprochen worden.
Fördermittel – Chance oder Risiko?
Dass Fördergelder genutzt werden, wird parteiübergreifend unterstützt – allerdings mit unterschiedlichen Akzenten.
Im MIR-Sommerinterview hatte Axel Lipinski-Mießner (FDP) grundsätzlich zur Haushaltslage erklärt, Fördermittel würden häufig so betrachtet, „als würde der Gemeinde Geld geschenkt – quasi als fiele es vom Himmel“.
Tatsächlich stammten diese Mittel aus Steuergeldern, die von Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht würden. Kostenintensive Projekte würden daher bisweilen klein gerechnet, wenn argumentiert werde, man erhalte ja Förderung.
Gleichzeitig formulierte er auf die Frage nach einem Wunschprojekt sehr konkret: Wenn Geld keine Rolle spiele, würde er „einen großen Jugendtreff hinter dem Netto“ in Wilhelmshorst starten – mit Sport- und Begegnungsflächen. Gemeint ist damit nach übereinstimmender Darstellung die Fläche an der Umgehungsbahn.
Auch Kay-Uwe Fleischmann von den Freien Wähler benannte in den Sommergesprächen die „Jugendfreizeitfläche hinter dem Netto“ als prioritäres Projekt.
Beide Aussagen beziehen sich auf denselben Standort, an dem nun der erste Bauabschnitt beginnen soll.
Lebensqualität vor Ort
Zscherper betonte in ihrem Social-Media-Beitrag, solche Projekte zeigten, wie kommunale Politik „ganz konkret Lebensqualität“ schaffen könne. Mehr Bewegung, mehr Begegnung, mehr Gemeinschaft – so fasste sie ihre Erwartungen zusammen.
Gleichzeitig bleibt die Frage, wie die Anlage langfristig betrieben und geschützt werden kann. Lärmschutz für Anwohner sowie Prävention gegen Vandalismus wurden auf der Veranstaltung laut ihrem Bericht offen thematisiert.
Hier wird die konkrete Ausgestaltung entscheidend sein – etwa bei Nutzungszeiten, Beleuchtung, baulichen Lösungen oder sozialer Einbindung.
Ein Projekt mit Vorgeschichte
Die Fläche „hinter dem Netto“ ist seit Jahren Gegenstand politischer Überlegungen. Dass nun Fördermittel für den ersten Abschnitt fließen, markiert einen konkreten Schritt.
Zugleich zeigt die Debatte um Finanzierung und Prioritätensetzung, wie sensibel Investitionen in Zeiten angespannter Haushalte bewertet werden.
Die kommenden Monate dürften daher nicht nur vom Baufortschritt geprägt sein, sondern auch von der Frage, wie das Projekt in das Gesamtgefüge der kommunalen Aufgaben passt – zwischen Infrastruktur, Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen.
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