„Wir wollen uns einbringen“: KJB in Michendorf - wer da war & wer schwänzte
- Gregory Gosciniak

- vor 3 Tagen
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Michendorf – Politik zum Anfassen statt trockener Debatten: Am Samstag (21. März) wurde das Rathaus Michendorf zum Treffpunkt für engagierte Jugendliche und politische Entscheidungsträger. Unter dem Titel „Jugend trifft Politik“ kamen Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit Abgeordneten ins Gespräch – und machten deutlich: Die junge Generation will gehört werden.
Wenn Jugendliche Verantwortung übernehmen
Sieben junge Menschen und zehn Erwachsene, darunter fünf Kreistagsabgeordnete, nahmen laut Kreisverwaltung an der Sitzung teil. Schon am Vormittag tagte der Beirat intern, am Nachmittag folgte dann der gemeinsame Austausch mit der Politik .
Mit dabei waren auch mehrere Vertreter aus Michendorf: der Michendorfer Ortsvorsteher Dr. Karsten Tischer (SPD), die Wildenbrucher Ortsbeirätin Dr. Andrea Heiser-Reichert (SPD) sowie die Fraktionsvorsitzende der Grünen in Michendorf, Marlene Zscherper.
Nicht zu sehen auf den vorliegenden Bildern – und nach Informationen der MIR auch nicht vor Ort – war hingegen die Rathausspitze. Auch aus ihrem politischen Umfeld nahm demnach niemand an der Veranstaltung teil.
Mehr als nur Reden: Es ging um echte Mitgestaltung
Im Mittelpunkt stand nicht nur das Gespräch – sondern die Frage: Wie können junge Menschen konkret in politische Entscheidungen eingebunden werden?
In kleineren Gruppen diskutierten die Teilnehmer anhand konkreter Beispiele, wie Beteiligung im Alltag besser funktionieren kann. Dabei ging es vor allem darum, Jugendliche nicht nur anzuhören, sondern sie wirklich einzubeziehen.
Die Vorsitzende des Beirates, Shirley Bake, machte auf Anfrage der MIR deutlich, worum es ihr und den anderen geht: Der Austausch mit der Politik sei wichtig, um zu zeigen, „dass wir da sind und uns einbringen wollen“. Jugendbeteiligung sei kein Schlagwort, sondern ein echtes Anliegen.
Lob – aber nicht alle waren vertreten
Dass dieses Engagement ankommt, zeigte auch die Reaktion aus der Politik. Gemeindevertreterin Marlene Zscherper betonte, es sei „klasse“, dass so viele junge Menschen bereit seien, ihren Samstag zu investieren, um über die Zukunft des Landkreises nachzudenken. Wenn man ihnen Raum gebe, könne „viel Gutes dabei rumkommen“.
Vom Gespräch in die Praxis
Nach der Diskussionsrunde ging es raus aus dem Sitzungssaal: Gemeinsam besuchten die Teilnehmer den Lernpfad für Kinderrechte in Michendorf. Das Projekt soll veranschaulichen, wie Beteiligung vor Ort umgesetzt werden kann – und soll zugleich als Beispiel für weitere Ideen dienen.
Klar ist: Die Jugend will mehr als nur zuhören
Die Sitzung verdeutlicht: Junge Menschen im Landkreis Potsdam-Mittelmark wollen nicht nur zuschauen – sie wollen mitgestalten. Formate wie „Jugend trifft Politik“ könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Ob aus den Gesprächen konkrete Veränderungen entstehen, wird sich zeigen. Klar ist aber: Der Wille zum Austausch war auf Seiten der Jugendlichen – und zumindest bei Teilen der Politik – deutlich spürbar.




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