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Wärmepumpe im älteren Haus? Michendorf lädt zum Praxistest ein

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Michendorf - Auch ohne umfassende Sanierung könnte eine Wärmepumpe infrage kommen.

Ein Forschungsprojekt soll Hauseigentümern in Michendorf bei der Einschätzung helfen.

Wie der Test funktioniert, wird am 15. Oktober erläutert. Der Aufruf erreichte die Ortsbeiräte bereits acht Tage vor der Veröffentlichung auf der Gemeindewebsite.


Muss ein älteres Haus erst aufwendig saniert werden, bevor eine Wärmepumpe einziehen kann? Diese Frage dürfte manche Eigentümer in Michendorf beschäftigen. Im kommenden Winter können sie ihr nun am eigenen Gebäude nachgehen: Im Rahmen des Forschungsprojekts KWIKK wird ein Wärmepumpen-Eignungstest angeboten.


Das Prinzip ist einfach: Ein Heizungsfachbetrieb senkt die maximale Vorlauftemperatur der bestehenden Heizung testweise auf rund 55 Grad Celsius. Bleiben die Räume auch an kalten Tagen ausreichend warm, ist das nach Angaben der Gemeinde ein guter Hinweis darauf, dass eine Wärmepumpe grundsätzlich infrage kommt. Nach dem Test kann die Temperatur auf Wunsch wieder auf den bisherigen Wert angehoben werden.


Was die bestehende Heizung verraten kann

Angesprochen sind Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in Michendorf.

Besonders interessant sei das Angebot für ältere Gebäude, die bislang nicht umfassend saniert wurden, erklärt die Gemeinde. Der Test soll eine erste praktische Einschätzung ermöglichen. Eine Zusage, dass jedes teilnehmende Haus ohne weitere Maßnahmen mit einer Wärmepumpe beheizt werden kann, ist damit nicht verbunden.


Bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 17.30 Uhr im Gemeindezentrum „Zum Apfelbaum“ stellt das Projektteam das Verfahren vor.

Besucher können Fragen stellen und erfahren, wer teilnehmen kann und wie der Test konkret abläuft.


Anmeldung und Begleitung durch Fachbetriebe

Interessierte können sich über einen Onlinefragebogen des Öko-Instituts anmelden.

Dort werden Angaben zum Gebäude und zur vorhandenen Heizung abgefragt.

Das Institut prüft die Informationen und meldet sich anschließend mit Einzelheiten zum Ablauf, zu möglichen Risiken und zum Datenschutz.


Wer bereits einen Heizungsfachbetrieb hat, soll diesen über die geplante Teilnahme informieren. Nach Angaben der Gemeinde wurden die Betriebe in Michendorf und im Umland vorab über das Projekt unterrichtet. Wer keinen eigenen Betrieb hat, erhält bei der Vermittlung Unterstützung durch das Projektteam.


KWIKK beschäftigt sich mit der Frage, wie Kommunen nach der Wärmeplanung konkrete Schritte hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung gehen können. In Michendorf wird dabei auch untersucht, ob eine gemeinsame Beschaffung von Wärmepumpen für mehrere Gebäude sinnvoll sein könnte.


Erst die Ortsbeiräte, dann die Gemeindewebsite

Der Aufruf zur Teilnahme war bereits am 22. September an die Ortsbeiräte verschickt worden.

In der E-Mail bat Michendorfs Klimaschutz- und Energiemanager darum, die Informationen an Interessierte weiterzugeben. Eine Veröffentlichung über Gemeindenachrichten, Website, Märkischen Bogen und soziale Medien kündigte er „in Kürze“ an.


Mehrere Kommunalpolitiker stellten der Michendorfer Rundschau den Aufruf noch am selben Tag zur Verfügung. Auf der Gemeindewebsite erschien die Mitteilung am 30. September – acht Tage nach der E-Mail an die Ortsbeiräte und gut zwei Wochen vor der Veranstaltung.

Die Weitergabe über die örtlichen Mandatsträger war damit bereits angestoßen, bevor der Aufruf auf der Website nachzulesen war.

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