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A115 Richtung Nuthetal gesperrt: Fahrbahn durch Hitze beschädigt

Nuthetal - Wer am Montagmorgen von Berlin in Richtung Michendorf unterwegs ist, muss mehr Zeit einplanen. Die A115 ist seit Sonntagabend in Fahrtrichtung Nuthetal zwischen den Anschlussstellen Potsdam-Drewitz und Saarmund voll gesperrt. Grund ist ein hitzebedingter Fahrbahnschaden auf der Richtungsfahrbahn.


Wie die MAZ berichtet, hat sich die Fahrbahn an der Schadstelle massiv nach oben gedrückt. Demnach zieht sich eine rund 15 Zentimeter hohe Aufwölbung quer über die Fahrbahn.

Für Autofahrer wäre das nicht nur unangenehm, sondern gefährlich: Wer mit hoher Geschwindigkeit über eine solche Erhebung fährt, riskiert Schäden am Fahrzeug – und im schlimmsten Fall einen Unfall.


Aus Asphalt wird plötzlich eine Kante

Nach ersten Erkenntnissen soll der Schaden an einer früheren Asphaltreparatur zwischen Betonplatten entstanden sein. Offenbar dehnten sich die angrenzenden Betonplatten durch die hohen Temperaturen aus und drückten den Asphalt nach oben. Aus einer normalen Fahrbahn wurde dadurch binnen kurzer Zeit eine gefährliche Kante.


Die Autobahnpolizei ließ den Abschnitt deshalb sperren. Die Autobahnmeisterei sicherte die Schadenstelle und bereitete die Reparatur vor. Nach Information unserer Redaktion haben die Arbeiten bereits begonnen. Wann diese jedoch abgeschlossen sein werden ist bislang noch unbekannt.


Pendler müssen mit Staus rechnen

Besonders zum Wochenstart dürfte die Sperrung spürbare Folgen haben. Die A115 ist eine wichtige Verbindung zwischen Berlin, Potsdam und dem südlichen Berliner Ring. Wer aus Berlin kommt und über das Dreieck Nuthetal weiter Richtung A10 fahren will, kommt dort vorerst nicht durch.


Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Potsdam-Drewitz von der Autobahn geleitet. Verkehrsmeldungen empfehlen teils, den Bereich weiträumig zu umfahren.


Ortskundige Autofahrer dürften auf Ausweichstrecken über Potsdam, Babelsberg, die L40, Saarmund oder Nuthetal ausweichen. Dadurch kann es auch abseits der Autobahn voller werden – insbesondere im Potsdamer Süden und auf den Zufahrten Richtung Michendorf und Nuthetal.


Nicht der erste Hitzeschaden

Die Sperrung der A115 reiht sich in eine Serie von Hitzeschäden auf Brandenburgs Straßen ein.

In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere Autobahnabschnitte betroffen. Auf der A2 kam es zu massiven Fahrbahnschäden und Sperrungen, auch auf der A10 wurden hitzebedingte Schäden gemeldet.


Solche sogenannten „Blow-ups“ entstehen vor allem bei älteren Betonfahrbahnen oder an Übergängen zwischen Beton und Asphalt. Wenn sich Platten bei extremer Hitze ausdehnen und der Druck nicht mehr ausreichend aufgenommen werden kann, kann die Fahrbahn aufbrechen oder sich gefährlich aufwölben.


Für Autofahrer gilt deshalb: Sperrungen und Tempolimits ernst nehmen, Abstand halten und vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage prüfen. Gerade bei Hitze können neue Schadstellen kurzfristig entstehen.

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