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„Es soll ein Restaurant für alle sein – nicht nur für Golfer“ - Hoffmanns im Clubhaus öffnet seine Tore

Wildenbruch - Neuer Betreiber, neues Konzept, frischer Anspruch: Heute öffnet des Hoffmanns im Clubhaus - des neue Restaurant im Golfclub. Hinter dem Neustart steht mit Michael Hoffmann ein erfahrener Gastronom, der nicht nur auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblickt, sondern auch Stationen vorweisen kann, die in der Branche Gew

icht haben.



Doch wie passt dieser Werdegang in unsere Region rund um Michendorf? Warum entscheidet sich ein Koch mit Großstadt- und Auslandserfahrung bewusst für einen Standort in einem Golfclub – und was bedeutet das für potentielle Gäste und Stammgäste vor Ort?


Im Gespräch mit der Michendorfer Rundschau sprach Hoffmann noch vor der Eröffnung über seinen Weg in die Gastronomie, sein neues Konzept zwischen Brandenburger Küche und süddeutschen Klassikern – und darüber, warum sein Restaurant ausdrücklich kein Ort nur für Golfer sein soll.


Herr Hoffmann, stellen Sie sich doch kurz vor: Wer sind Sie, wo kommen Sie her und wie sind Sie zur Gastronomie gekommen?


Ich komme ursprünglich aus Bayern, aus München, und habe ganz klassisch Koch gelernt. Meine Ausbildung habe ich im Hotel Bayerischer Hof in München gemacht – ein großes Haus, dort findet auch jedes Jahr die Sicherheitskonferenz statt.


Danach bin ich nach Berlin gegangen und habe dort unter anderem im Restaurant 44 gearbeitet. Das ist inzwischen rund 24 Jahre her. In dieser Zeit habe ich verschiedene Stationen durchlaufen und auch einige Zeit in Japan gearbeitet.


2022 bin ich mit meiner Familie nach Beelitz-Heilstätten gezogen. Dort habe ich ein eigenes Restaurant eröffnet – mit japanischem Konzept. Außerdem bieten wir dort auch Catering an.

 

Sie haben in München gelernt, in Berlin gearbeitet und sogar in Japan gekocht. Wie kommt man dann nach Michendorf beziehungsweise Wildenbruch?


Das hat sich eigentlich aus der Situation ergeben. Ich habe mein Restaurant in Beelitz-Heilstätten und außerdem noch eine Kochschule in Berlin. Da war ich viel unterwegs und ständig auf der Straße.


Deshalb habe ich nach einer zweiten Location gesucht, die näher an meinem Wohnort liegt. Gleichzeitig hatte ich hier in der Region schon Kontakte. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel ein Catering im Schloss Blankensee gemacht.


Über diese Kontakte kam auch der Kontakt zum Golfclub zustande. Ich habe mein Konzept vorgestellt – eine Mischung aus deutscher und österreichischer Küche – und das hat die Betreiber überzeugt. Jetzt haben wir hier eröffnet. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs hatten wir gerade fünf Tage geöffnet.

 

Sie sprechen von einem deutsch-österreichischen Konzept. Was genau erwartet die Gäste?


Ich wollte ein Stück meiner Heimat mitbringen. Ich komme aus München, und da ist Österreich kulinarisch natürlich sehr nah. Diese Einflüsse wollte ich gerne auf die Karte bringen.


Gleichzeitig wollte ich aber auch die Region hier abholen. Viele Menschen hier fahren im Winter nach Bayern oder Österreich zum Skifahren – die kennen diese Küche. Aber natürlich wollen sie hier auch Klassiker wie Klopse oder Currywurst bekommen.


Also habe ich mir gedacht: Warum nicht beides kombinieren? Im Grunde ist es eine Mischung aus Brandenburger Küche und süddeutsch-österreichischen Klassikern.

 

Gibt es Gerichte, die für dieses Konzept besonders stehen?


Unser Backhendl. Das ist ein klassisches österreichisches Gericht – Hähnchen in der Panade ausgebacken. Dazu gibt es einen bayerischen Kartoffelsalat, also ohne Mayonnaise, sondern mit Essig und Öl, und natürlich Preiselbeeren.

Das wollte ich unbedingt auf die Karte nehmen.


Ein Wiener Schnitzel wird es künftig auch geben. Das ist allerdings sehr aufwendig in der Zubereitung, deshalb warten wir damit noch ein bisschen, bis wir in der Küche personell stärker aufgestellt sind.

 

Wird es eine feste Karte geben oder eher wechselnde Gerichte?


Es wird eine feste Karte geben, ergänzt durch Tagesangebote. Mir ist wichtig, dass wir auch Produkte aus der Region einbauen.


Wir sind hier in einer Gegend mit Seen und guten Lieferanten. Deshalb würde ich zum Beispiel gerne Fisch aus der Region auf die Karte bringen. Ich bin gerade dabei, Kontakte zu lokalen Produzenten und Lieferanten aufzubauen.

 

Foto: Hoffmanns im Clubhaus
Foto: Hoffmanns im Clubhaus

Das Restaurant liegt auf dem Gelände eines Golfclubs. Viele Menschen verbinden das mit einer gewissen Exklusivität. Wie wollen Sie diese Hemmschwelle abbauen?


Das ist tatsächlich ein Thema. Viele denken beim Golfclub sofort: Da komme ich sowieso nicht rein.


Genau diese Angst wollen wir den Leuten nehmen. Das soll ein ganz normales Restaurant sein, in das jeder kommen kann – egal ob Golfer oder nicht.


Deshalb arbeiten wir auch an einer besseren Beschilderung, damit Gäste vom Parkplatz aus direkt sehen, wo sie hingehen müssen. Und natürlich versuchen wir über Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und Interviews sichtbar zu machen: Hier kann jeder essen gehen.

 

Wie würden Sie Ihr Restaurant preislich und kulinarisch einordnen?


Ich würde sagen: gehobene Mitte. Wir sind kein Sterne-Restaurant aus Berlin-Mitte, aber wir wollen auch nicht einfach nur große Portionen zu Dumpingpreisen anbieten.


Die Qualität der Produkte ist mir wichtig, und gleichzeitig müssen wir natürlich wirtschaftlich arbeiten. Personal, Energie und Lebensmittel sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden. Das muss man bei der Kalkulation berücksichtigen.

 

Welche Rolle spielen Veranstaltungen im Restaurant?


Eine ziemlich große. Im Golfclub gibt es über das Jahr verteilt rund 30 Veranstaltungen – Turniere, Feiern oder ähnliche Anlässe.


Außerdem möchten wir natürlich auch private Feiern ausrichten: Hochzeiten, Geburtstage oder Einschulungen zum Beispiel.


Darüber hinaus kann ich mir auch eigene Veranstaltungen vorstellen – etwa Grillabende im Sommer oder vielleicht einmal einen kleinen Weihnachtsmarkt. Das sind Dinge, die sich mit der Zeit entwickeln.

 

Sie betreiben parallel noch Ihr Restaurant in Beelitz-Heilstätten. Wie lässt sich das organisatorisch verbinden?


Zum Glück habe ich dort ein sehr gutes Team. Die Küche läuft eigenständig.

Ich kümmere mich vor allem um die Konzepte, neue Karten oder besondere Veranstaltungen. Und wenn es nötig ist, stehe ich natürlich auch selbst in der Küche – das gehört einfach dazu.

 

Wenn Sie es in einem Satz sagen müssten: Warum sollten Menschen aus Michendorf und Umgebung Ihr Restaurant einmal ausprobieren?


Weil wir handwerklich gute Küche mit hochwertigen Zutaten anbieten – mit Einflüssen aus meiner süddeutschen Heimat und gleichzeitig mit Produkten aus der Region.

 

Ein letzter Punkt: Wie familienfreundlich soll das Restaurant sein?


Familien sind ausdrücklich willkommen. Ich habe selbst einen Sohn und weiß, wie wichtig das ist.

Ich möchte zum Beispiel vernünftige Kinderstühle anschaffen – nicht diese wackeligen Plastikstühle. Und ich überlege auch, eine kleine Spielecke einzurichten.


Ein Restaurant sollte ein Ort sein, an dem sich auch Familien wohlfühlen können.

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