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Freshdina - Zwischen Bühne und Alltag

Meinung – zwischen Wein, Tränen, Rock’n’Roll und ganz viel Musik


Der August hatte es in sich. Wenn ich auf diesen Monat zurückblicke, frage ich mich tatsächlich manchmal: Wie viele verschiedene Bühnen passen eigentlich in einen einzigen Monat?


Die Antwort lautet offenbar: ziemlich viele!


Los ging es unter anderem mit meiner Partyband in Jessen auf dem Weinfest. Und wenn ich „Weinfest“ sage, darf man sich das bitte nicht als kleines gemütliches Festchen mit ein paar Tischen und einem Gläschen Wein vorstellen. Nein, das war ein richtig großes Open Air mit unglaublich vielen Menschen!


Die Stimmung war einfach fantastisch. Wir haben gesungen, getanzt, gefeiert und gemeinsam mit dem Publikum einen richtig tollen Abend erlebt. Genau diese Momente sind es, für die ich meinen Beruf liebe: Wenn aus einem Auftritt plötzlich eine riesige gemeinsame Party wird und man von der Bühne aus spürt, wie die Energie vom Publikum zurückkommt.


Aber damit nicht genug.


Im August durfte ich auch als Trio auf einem Sommerfest für Stimmung sorgen. Drei Musiker, gute Musik und jede Menge Partystimmung und wieder einmal die Erkenntnis: Es gibt so viele unterschiedliche Möglichkeiten, Musik zu machen. Mal ganz groß, mal etwas kleiner, mal mit Band, mal im Trio und manchmal auch ganz allein.


So wie bei meinem Candlelight-Abend in Bad Saarow.


Dort durfte ich als Sängerin für einen ganz besonderen Abend sorgen. Eine völlig andere Atmosphäre: Kerzenschein, romantische Stimmung und Musik, die nicht laut sein muss, um etwas auszulösen. Auch solche Auftritte liebe ich, weil sie zeigen, wie viele Facetten Musik haben kann.


Und dann kam ein Auftritt, der mir ganz besonders im Herzen geblieben ist.


In Stahnsdorf durfte ich als Überraschungsact bei einer Silberhochzeit auftreten. Ich wusste natürlich, dass ich für einen besonderen Moment gebucht worden war, aber solche emotionalen Augenblicke kann man trotzdem nicht planen.


Ich habe unter anderem „In meinem Leben“ von Nena gesungen.


Und plötzlich wurde es ganz still.


Da waren Menschen, die mit den Tränen gekämpft haben, emotionale Blicke und dieser ganz besondere Moment, in dem man merkt: Musik kann etwas berühren, was Worte manchmal gar nicht schaffen.


Für mich sind genau diese Augenblicke unbezahlbar.


Aber auch im ganz normalen Leben gab es im August schöne Momente. Meine Schwiegereltern waren zu Besuch und haben mich sogar bei einem meiner Auftritte begleitet, bei dem ich Schlager gesungen habe. Und was soll ich sagen? Sie haben es richtig gefeiert!


Es ist einfach schön, wenn die eigene Familie nicht nur weiß, was man beruflich macht, sondern es auch einmal live miterlebt und sieht, wie viel Freude mir die Musik macht.


Natürlich durfte im August auch eine Neueröffnung nicht fehlen: In Berlin durfte ich die Eröffnung eines neuen Restaurants musikalisch begleiten. Wieder eine andere Location, ein anderes Publikum und eine neue Gelegenheit, Menschen mit meiner Musik zu erreichen.


Und weil ich im August scheinbar noch nicht genug Musik hatte, habe ich mir zwischendurch auch selbst etwas gegönnt: ein Rockkonzert in Potsdam.


Ja, auch Sängerinnen brauchen manchmal einfach nur einen Platz vor der Bühne, ein bisschen Rock’n’Roll und die Möglichkeit, selbst zuzuhören, mitzufeiern und die Musik zu genießen.


Denn bei all den Auftritten darf man eines nicht vergessen: Auch ich bin nicht immer nur diejenige, die auf der Bühne steht. Manchmal möchte ich einfach selbst Publikum sein.


Und jetzt?


Jetzt freue ich mich ganz besonders auf den September.


Denn nach all den Auftritten, Veranstaltungen, Hochzeiten, Sommerfesten, Open Airs und musikalischen Momenten steht endlich mein langersehnter Urlaub vor der Tür.


Drei Wochen Auszeit.


Meine Ehefrau, unser Hund und ich – mit dem Auto unterwegs. Erst geht es nach Südtirol und anschließend auf eine kleine Italien-Rundreise durch mehrere Städte.


Ich glaube, ich muss nicht extra erwähnen, wie sehr ich mich darauf freue.


Aber natürlich verabschiede ich mich nicht komplett von der Bühne. Auch nach dem Urlaub warten bereits viele weitere Auftritte auf mich.


Doch jetzt heißt es erst einmal: Koffer packen, Auto beladen, Hund einsteigen lassen und losfahren.


Was im Urlaub alles passiert, welche Städte wir entdecken, welche kulinarischen Sünden auf mich warten und ob ich es tatsächlich schaffe, einmal nicht an die nächste Bühne zu denken …


Das erzähle ich euch dann in meiner nächsten Kolumne.


Bis dahin bleibt mir nur zu sagen:


Der August war laut, leise, emotional, romantisch, rockig, familiär und vor allem eines:


voller Musik.


Und genau dafür bin ich dankbar.


Bis zum nächsten Mal, eure Freshdina

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