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Geflügelpest: Ende der Einschränkungen in Sicht – aber weiter Vorsicht geboten

Michendorf - Für Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in Michendorf gibt es erstmals vorsichtige Entwarnung: Nach Wochen strenger Auflagen rückt ein Ende der Einschränkungen langsam näher. Gleichzeitig mahnen die Behörden jedoch weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit.


30-Tage-Frist läuft – Hoffnung auf Lockerungen

Auslöser für die aktuellen Maßnahmen war ein Ausbruch der Geflügelpest im Raum Trebbin. Inzwischen sei dort die vorgeschriebene Reinigung und Desinfektion abgeschlossen worden. Seit dem 10. März laufe nun die entscheidende 30-Tage-Frist.


Bleiben in diesem Zeitraum neue Fälle aus, könnte die eingerichtete Überwachungszone – die auch Teile von Michendorf betrifft – anschließend aufgehoben werden. Für viele Halter bedeutet das: Ein Ende der strengen Stallpflicht rückt zumindest in greifbare Nähe.


Bis dahin gilt jedoch weiterhin: Geflügel muss so gehalten werden, dass ein Kontakt zu Wildvögeln konsequent verhindert wird.


Zweite Gefahr im Blick: Newcastle Disease

Neben der Geflügelpest beobachten die Behörden aktuell eine weitere Tierseuche mit Sorge:

die sogenannte Newcastle Disease. Diese hoch ansteckende Viruserkrankung wurde Anfang 2026 erstmals seit Jahren wieder in Deutschland nachgewiesen – auch in Brandenburg.


Typische Anzeichen seien unter anderem Atemprobleme, Durchfall, ein Rückgang der Legeleistung oder auch neurologische Auffälligkeiten. Selbst geimpfte Bestände könnten sich infizieren, allerdings verlaufe die Krankheit dann in der Regel weniger schwer.


Für den Landkreis Potsdam-Mittelmark gilt aktuell: Es gebe keine bestätigten Fälle. Dennoch werde zur konsequenten Einhaltung aller Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.


Klare Regeln für Halter

Die Behörden fordern weiterhin ein hohes Maß an Disziplin in den Betrieben und privaten Haltungen. Dazu zählen unter anderem:

  • saubere Stallkleidung und betriebseigene Schuhe

  • regelmäßige Reinigung und Desinfektion

  • möglichst wenig Personenverkehr in den Ställen

  • konsequenter Schutz vor Wildvögeln


Zudem sollen Tierbestände täglich aufmerksam beobachtet werden. Bei Auffälligkeiten oder erhöhten Verlusten sei umgehend das Veterinäramt zu informieren.


Tote Wildvögel melden – wichtiger Baustein

Ein zentraler Bestandteil der Seuchenbekämpfung bleibt die Meldung verendeter Wildvögel. Diese werden eingesammelt und im Landeslabor untersucht, um die Lageentwicklung besser einschätzen zu können.


Die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Kommunen spiele dabei eine wichtige Rolle. Auch in Michendorf wird die Bevölkerung ausdrücklich gebeten, entsprechende Funde weiterhin zu melden.


Fazit: Entspannung möglich – Risiko bleibt

Die Lage zeigt sich vorsichtig stabilisiert, eine Entwarnung gibt es jedoch noch nicht. Entscheidend wird sein, ob die kommenden Wochen ohne neue Ausbrüche verlaufen. Erst dann könnten die Einschränkungen tatsächlich aufgehoben werden.


Bis dahin gilt: Wachsam bleiben – und die Schutzmaßnahmen konsequent einhalten.

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