Googeln Sie einmal Ihren eigenen Betrieb
Gastbeitrag - Wann haben Sie das letzte Mal Ihren eigenen Betrieb bei Google gesucht? Nicht Ihre Website direkt aufgerufen. Nicht Ihren Firmennamen eingetippt, weil Sie genau wissen, wonach Sie suchen müssen.
Sondern so, wie es ein potenzieller Kunde machen würde.Zum Beispiel: „Bäcker Michendorf“, „Elektriker Michendorf“, „Friseur in der Nähe“ oder „Restaurant Michendorf“. Probieren Sie es einmal aus. Denn genau an dieser Stelle entscheidet sich heute erstaunlich oft, ob jemand bei Ihnen landet – oder beim nächsten Anbieter.
Der erste Eindruck entsteht häufig schon bei Google
Viele Unternehmen haben inzwischen ein Google-Unternehmensprofil, früher auch Google My Business genannt. Trotzdem gibt es noch immer Profile, die seit Jahren nicht gepflegt wurden.Eine alte Telefonnummer.
Falsche Öffnungszeiten. Keine Website. Wenige oder veraltete Bilder. Oder im schlimmsten Fall gar kein Profil. Für Stammkunden ist das vielleicht kein großes Problem. Sie wissen schließlich, wo Sie sind und wie man Sie erreicht. Ein neuer Kunde weiß das nicht.
Und gerade unterwegs wird heute schnell zum Smartphone gegriffen. Wer durch Michendorf fährt und einen Bäcker, ein Restaurant, einen Handwerker oder ein bestimmtes Geschäft sucht, fragt nicht erst drei Bekannte.
Er googelt.Innerhalb weniger Sekunden möchte er wissen:
Gibt es den Betrieb? Wo ist er? Ist er geöffnet? Wie sieht es dort aus? Und wie kann ich Kontakt aufnehmen? Je weniger Fragen offenbleiben, desto einfacher machen Sie es einem Interessenten, tatsächlich Kunde zu werden.
Schauen Sie sich Ihr Profil mit fremden Augen an
Prüfen Sie zuerst die einfachen Dinge: Stimmen Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten?
Ist Ihre Website hinterlegt? Gibt es eine aktuelle E-Mail-Adresse oder andere sinnvolle Kontaktmöglichkeiten? Falls es zu Ihrem Betrieb passt, können auch WhatsApp, Facebook oder Instagram hilfreich sein. Nicht jedes Unternehmen braucht fünf verschiedene Kontaktwege.
Aber ein Interessent sollte nicht lange suchen müssen, um Sie zu erreichen. Dann kommen die Bilder.Und die werden häufig unterschätzt. Ein Restaurant ohne Bilder vom Essen? Schwierig.
Ein Geschäft, bei dem niemand erkennt, wie es von außen aussieht? Unnötig kompliziert.
Eine Firma ohne ein einziges Bild der Menschen dahinter? Verschenktes Potenzial. Zeigen Sie Ihr Geschäft von außen und innen, Ihre Produkte, Ihre Arbeit und – wenn Ihre Mitarbeiter damit einverstanden sind – auch die Menschen, die dort arbeiten. Denn Menschen kaufen nicht nur bei Unternehmen. Sie kaufen bei Menschen.
Vielleicht entdeckt jemand auf Ihrem Profil sogar ein bekanntes Gesicht: „Ach, der arbeitet dort? Den kenne ich doch.“Schon entsteht ein Stück Vertrauen. Und vielleicht begegnet man sich einige Tage später beim Einkaufen oder auf der Straße. Plötzlich wird aus einem digitalen Kontakt ein ganz reales Gespräch.
Bewertungen gehören ebenfalls zum ersten Eindruck
Schauen Sie außerdem auf Ihre Google-Bewertungen. Nicht jedes Unternehmen braucht Hunderte davon. Aber stellen Sie sich selbst die Frage: Würden Sie eher einen Betrieb mit zwei Bewertungen auswählen, deren letzte vier Jahre alt ist – oder einen vergleichbaren Anbieter mit 40 aktuellen Bewertungen und freundlichen Antworten des Unternehmens?
Bewertungen geben Interessenten Orientierung und reduzieren Unsicherheit.
Wenn Sie zufriedene Kunden haben, dürfen Sie diese deshalb ruhig freundlich darum bitten, ihre Erfahrung bei Google zu teilen.
Was kostet es, bei Google schlecht aufgestellt zu sein?
Das lässt sich natürlich nicht pauschal berechnen.Machen wir trotzdem ein einfaches Gedankenexperiment. Angenommen, nur wenige potenzielle Kunden pro Monat finden Ihren Betrieb über Google nicht, entscheiden sich aufgrund eines schlechten Profils für einen anderen Anbieter oder können Sie nicht schnell genug kontaktieren.
Bei einem Bäcker sind einzelne verlorene Käufe vielleicht überschaubar.
Bei einem Handwerksbetrieb, bei dem aus einer Anfrage ein Auftrag über 2.000, 5.000 oder 10.000 Euro werden kann, sieht die Rechnung ganz anders aus. Schon ein einziger verlorener Auftrag im Monat kann über ein Jahr einen erheblichen Umsatzunterschied ausmachen.
Und das Ärgerliche daran: Für viele dieser Verbesserungen müssen Sie nicht einmal Geld für Werbung ausgeben.
Mein 15-Minuten-Test für diesen Monat
Nehmen Sie Ihr Smartphone und suchen Sie Ihren eigenen Betrieb so, wie ein Fremder danach suchen würde. Prüfen Sie anschließend fünf Dinge:
Werden Sie überhaupt vernünftig gefunden?
Stimmen Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten?
Kann man Ihre Website und eine Kontaktmöglichkeit sofort finden?
Vermitteln aktuelle Bilder einen guten Eindruck von Ihrem Unternehmen und den Menschen dahinter?
Gibt es aktuelle Bewertungen?
Falls Sie bei einem Punkt ins Stocken geraten, haben Sie Ihre Aufgabe für diesen Monat bereits gefunden.Denn manchmal braucht es keine neue Werbekampagne und kein kompliziertes Marketingkonzept.
Manchmal reicht es für den Anfang schon, dafür zu sorgen, dass Menschen, die bereits nach Ihnen suchen, Sie auch finden. Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen oder mehr über den Autor erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen auf www.david-nourrisson.de.





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