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Junge Stimmen aus Michendorf im Landtag: KJB-Mitglieder beim ersten Parlamentarischen Jugendforum dabei

Michendorf/Potsdam - Politik nicht nur anschauen, sondern selbst mitreden: Genau darum ging es beim ersten Parlamentarischen Jugendforum im Landtag Brandenburg. Vom 24. bis 26. April 2026 kamen rund 50 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Land zusammen, um über ihre Zukunft, ihre Ideen und ihre Forderungen an die Politik zu sprechen.


Mit dabei waren auch zwei Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats Michendorf: Sophia und Raphael.


Für Michendorf ist das mehr als nur eine nette Randnotiz. Es zeigt: Junge Menschen aus der Gemeinde wollen sich einmischen. Sie wollen nicht nur hören, was Politik entscheidet, sondern selbst formulieren, was ihnen wichtig ist.


Drei Tage Politik hautnah

Das Jugendforum stand unter dem Motto „Deine Zukunft. Dein Brandenburg.“ Im Mittelpunkt standen Workshops, Gespräche und Begegnungen. Die Teilnehmenden beschäftigten sich unter anderem mit Mobilität, Bildungspolitik, ländlichem Raum, Digitalisierung, Demokratie und Jugendkultur.


Gerade für eine Gemeinde wie Michendorf sind diese Themen nah am Alltag.

Wie kommen Jugendliche zuverlässig von Ortsteil zu Ortsteil? Wie gut funktioniert Schule? Welche Angebote gibt es vor Ort? Wo fehlt Raum für junge Menschen?


Und wie können Jugendliche stärker beteiligt werden, bevor Entscheidungen längst gefallen sind?


Im Landtag konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer genau solche Fragen diskutieren. Nicht theoretisch, nicht aus der Ferne, sondern dort, wo Landespolitik gemacht wird.


Forderungen an die Politik

Nach Angaben des Landtags Brandenburg formulierten die Jugendlichen konkrete Wünsche und Forderungen.


Dazu gehörten unter anderem der Erhalt und Ausbau von Jugendorten, bessere Mobilität für Jugendliche, ein subventioniertes Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler, der Ausbau von Radwegen sowie stärkere Beratungsangebote zur psychischen Gesundheit im ländlichen Raum.


Auch Schule spielte eine wichtige Rolle. Genannt wurden unter anderem mehr digitale Bildung, eine stärkere Vorbereitung auf Ausbildung und Studium, eine mögliche Notenreform sowie eine bessere Förderung individueller Stärken und Schwächen.


Damit griff das Forum Themen auf, die auch in Michendorf regelmäßig diskutiert werden.

Ob Schulalltag, Bus- und Bahnverbindungen oder Treffpunkte für Jugendliche: Viele Entscheidungen, die junge Menschen unmittelbar betreffen, werden auf kommunaler oder landespolitischer Ebene vorbereitet.


Michendorf war sichtbar dabei

Der Kinder- und Jugendbeirat Michendorf berichtete nun auf der Gemeinde-Webseite über die Teilnahme von Sophia und Raphael. Während des Forums hätten die Teilnehmenden an Workshops teilgenommen, sich in Austauschrunden vernetzt und neue Begegnungen erlebt.


Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Sogar der rbb berichtete am Abend über das erste Parlamentarische Jugendforum. Nach Angaben des Kinder- und Jugendbeirats sind in den Beiträgen auch die beiden Michendorfer KJB-Mitglieder zu sehen.


Für den Kinder- und Jugendbeirat ist das Forum ein deutliches Zeichen dafür, wie junge Menschen an politischen Debatten teilnehmen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten können.


Beteiligung darf kein Symbol bleiben

Das erste Parlamentarische Jugendforum ist als neues Beteiligungsformat des Landtags Brandenburg angelegt. Es richtet sich an junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren.

Ziel ist es, parlamentarische Abläufe kennenzulernen, politische Themen zu diskutieren und eigene Interessen sichtbar zu machen.


Wichtig wird nun sein, was aus den Forderungen wird. Nach Angaben des Landtags sollen die erarbeiteten Punkte in den zuständigen Ausschüssen thematisiert werden. Für die Jugendlichen dürfte genau das entscheidend sein: Beteiligung darf nicht beim schönen Gruppenfoto enden. Sie muss Folgen haben.


Auch für Michendorf kann die Teilnahme ein Signal sein. Der Kinder- und Jugendbeirat ist ein wichtiges Gremium, wenn es darum geht, die Perspektive junger Menschen stärker in kommunale Diskussionen einzubringen.


Dass zwei Mitglieder nun beim ersten Parlamentarischen Jugendforum vertreten waren, zeigt: Die Stimme der Michendorfer Jugend reicht bis in den Landtag.

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