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Nur 37 Stimmen: Schwache Beteiligung an Jugendumfrage wirft Fragen auf

Michendorf - Der Kinder- und Jugendbeirat (KJB) der Gemeinde Michendorf hat die Ergebnisse seiner Beteiligungsaktion vorgestellt – doch statt breiter Mitwirkung bleibt vor allem eine Zahl hängen: 37 Stimmen für den Siegernamen.


Vom 15. Februar bis zum 8. März konnten Kinder und Jugendliche darüber abstimmen, wie der geplante Lernpfad zu Kinderrechten heißen soll und welches Maskottchen ihn begleiten wird.


Am Ende setzte sich der Titel „Starke Kinder – Starke Rechte“ mit 37 Stimmen durch.

Insgesamt nahmen laut KJB 61 Personen an der Abstimmung teil.


Große Idee – geringe Beteiligung

Gemessen an einer Gemeinde mit rund 15.000 Einwohnern fällt die Beteiligung damit äußerst gering aus. Auch wenn sich das Angebot gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, bleibt die Frage, wie viele tatsächlich erreicht wurden – und warum die Resonanz so überschaubar blieb.


Die weiteren Vorschläge „Meine Rechte – Meine Superkraft“ (19 Stimmen) und „Mission: Meine Rechte“ (5 Stimmen) zeigen zwar kreative Ansätze, unterstreichen aber zugleich die geringe Gesamtbeteiligung.


Waschbär wird Maskottchen

Beim Maskottchen fiel die Entscheidung etwas deutlicher aus: Der Waschbär setzte sich mit 41 Stimmen gegen die Eule (20 Stimmen) durch. Auch hier bleibt festzuhalten: Die absolute Stimmenzahl bleibt überschaubar.


Beteiligung als Herausforderung

Beteiligungsformate wie dieses sind ein wichtiger Bestandteil kommunaler Jugendarbeit.

Sie sollen Mitbestimmung fördern und junge Menschen frühzeitig an demokratische Prozesse heranführen. Gerade deshalb ist die geringe Teilnahme bemerkenswert.


Ob es an der Bekanntheit der Abstimmung, an der Ansprache der Zielgruppe oder an der konkreten Umsetzung lag, bleibt offen. Eine offizielle Einordnung dazu gibt es bislang nicht.


Signal mit Einschränkungen

Das Ergebnis steht fest – Name und Maskottchen sind gewählt. Gleichzeitig zeigt die Abstimmung aber auch, dass Beteiligung kein Selbstläufer ist.


Für zukünftige Projekte dürfte entscheidend sein, mehr junge Menschen tatsächlich zu erreichen und zur Mitwirkung zu bewegen.

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