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Petition zur Rettung der Seddiner Seenkette

Michendorf - Der Seddiner See gilt für viele Bürgerinnen und Bürger aus Michendorf und Umgebung als beliebtes Naherholungsziel. Doch der See steht unter Druck.

Sinkende Wasserstände und ein geschwächtes Ökosystem sorgen seit Jahren für Sorge in der Region.


Der Förderverein Seddiner See e.V. hat nun eine Online-Petition gestartet. Ziel sei es, politische Unterstützung für eine konkrete Maßnahme zu gewinnen: eine Wasserzufuhr aus dem Fluss Nieplitz in wasserreichen Wintermonaten.


Nach Angaben des Vereins befinde sich die Seddiner Seenkette in einer „dramatischen Krise“. Die Wasserpegel seien deutlich gesunken, Uferbereiche trockneten aus, Flora und Fauna litten unter den veränderten Bedingungen.


Lösungsvorschlag: Wasser in den Wintermonaten

Der Verein argumentiert, eine saisonale Wasserzuführung aus der Nieplitz könne helfen, den Landschaftswasserhaushalt zu stabilisieren. Dabei solle in niederschlagsreichen Zeiten überschüssiges Wasser kontrolliert in die Seenkette eingeleitet werden.


Nach Darstellung der Initiatoren handle es sich um eine verantwortungsvolle und wissenschaftlich fundierte Lösung, die bereits geprüft worden sei.


Ob und in welchem Umfang entsprechende Konzepte tatsächlich umsetzbar sind, hängt allerdings von wasserrechtlichen Genehmigungen, naturschutzfachlichen Bewertungen und politischen Beschlüssen auf Kreis- und Landesebene ab.


Bedeutung für die Region

Für viele Menschen aus Michendorf, Wilhelmshorst oder Wildenbruch ist der Seddiner See nicht nur Ausflugsziel, sondern Teil der regionalen Identität. Spaziergänge, Radtouren und Badeausflüge verbinden Generationen. Auch touristisch spielt die Seenkette eine Rolle für die Region Potsdam-Mittelmark.


Der Förderverein betont, es gehe nicht nur um den Erhalt eines Sees, sondern um den Schutz eines gesamten Ökosystems und eines wichtigen Naturraums für kommende Generationen. „Land ohne Wasser ist nichts wert“, heißt es in den begleitenden Kampagnenmaterialien.


Petition als politisches Signal

Mit der Petition wollen die Initiatoren nach eigenen Angaben Rückhalt in der Bevölkerung schaffen und politischen Handlungsdruck erhöhen. Jede Unterschrift sei ein Signal, dass das Thema Wasserhaushalt und Klimaanpassung vor Ort ernst genommen werde.


Die Diskussion um sinkende Grundwasserstände betrifft weite Teile Brandenburgs. Längere Trockenperioden, steigende Verdunstung und veränderte Niederschlagsmuster stellen Kommunen zunehmend vor Herausforderungen.


Vor diesem Hintergrund dürfte auch die Debatte um die Zukunft der Seddiner Seenkette weiter an Bedeutung gewinnen.


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