top of page

Radweg zwischen Langerwisch und Wildenbruch: Ortsbeiräte fordern Ausbau

vor 2 Minuten
2 Min. Lesezeit

Langerwisch / Wildenbruch - Ein sicherer Radweg zwischen den beiden Ortsteilen – und ein fester Termin, bis zu dem die Verwaltung Fakten liefern soll: Die Ortsbeiräte von Langerwisch und Wildenbruch wollen Bewegung in das Vorhaben bringen. Ein gemeinsamer Antrag an die Michendorfer Gemeindevertreter liegt der Redaktion vor. Die klare Botschaft: Ein grundsätzliches Ja zum Radverkehr reicht nicht. Es braucht konkrete Schritte.


Bis spätestens zum 31. März 2027 soll die Gemeindeverwaltung nach dem Willen der Ortsbeiräte mögliche Trassen, Kosten und Fördermöglichkeiten prüfen und der Gemeindevertretung einen ausführlichen Bericht vorlegen. Dazu müsste diese den beantragten Prüfauftrag jedoch zunächst beschließen.


In ihrer Begründung werden die Antragsteller deutlich: „Die Gemeinde sollte [...] nicht darauf warten, dass sich die Rahmenbedingungen von selbst verbessern.“


Freundliche Worte bauen keinen Radweg

Die Ortsbeiräte wollen mehr als eine unverbindliche Absichtserklärung. Im Antrag heißt es: „Mit einem verbindlichen Prüfauftrag und einer Frist soll verhindert werden, dass das Vorhaben lediglich allgemein begrüßt, anschließend aber auf unbestimmte Zeit vertagt wird.“


Damit formulieren sie einen konkreten Anspruch an Politik und Verwaltung: Das Vorhaben soll einen überprüfbaren nächsten Schritt bekommen. Welche Strecke kommt infrage? Wem gehören die Flächen? Was würde der Radweg kosten? Und wer wäre für Planung, Bau und Unterhaltung verantwortlich?


Diese Fragen soll die Verwaltung systematisch beantworten. Auch notwendige Genehmigungen und ein möglicher Grundstückserwerb gehören zum vorgeschlagenen Prüfauftrag. Die Trassen sollen danach bewertet werden, wie sicher, direkt, alltagstauglich und barrierearm sie wären.


Sicher ankommen – auch ohne Auto

Im Mittelpunkt steht die Sicherheit der Menschen, die zwischen den Ortsteilen mit dem Fahrrad unterwegs sind. „Eine sichere und durchgängige Radwegeverbindung ist zunächst eine Frage der Verkehrssicherheit“, schreiben die Ortsbeiräte.


Besonders im Blick haben sie Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule oder zu Freizeitangeboten. Aber auch ältere Menschen und alle, die das Fahrrad im Alltag nutzen möchten, sollen von einer sicheren Verbindung profitieren. Radfahrer sollten nicht auf Straßenabschnitte angewiesen sein, die für den motorisierten Verkehr ausgelegt und gegebenenfalls stark befahren seien, wenn eine sichere bauliche Lösung möglich sei.


Auch beim Klimaschutz nehmen die Antragsteller die Gemeinde beim Wort: „Wer klimafreundliche Mobilität fördern will, muss die dafür notwendige Infrastruktur schaffen.“ Eine sichere und direkte Verbindung könne helfen, gerade auf kurzen und mittleren Strecken Autofahrten zu ersetzen.


Die Verwaltung soll einen Fahrplan liefern

Bei einer Bestandsaufnahme soll es nicht bleiben. Für die favorisierte Strecke verlangen die Ortsbeiräte einen Zeit- und Maßnahmenplan. Darin sollen die nächsten Planungsschritte, voraussichtliche Entscheidungszeitpunkte und mögliche Bauzeiträume benannt werden.


Erforderliche Gespräche mit Straßenbaulastträgern, Landkreis, weiteren Behörden und Grundstückseigentümern sollen frühzeitig beginnen. Ebenso sollen Fördermöglichkeiten bereits während der Planung geprüft werden. Die Ortsbeiräte drängen darauf, Anträge rechtzeitig vorzubereiten, damit mögliche Zuschüsse nicht an versäumten Fristen scheitern.


„Die Gemeinde sollte daher jetzt die erforderlichen Schritte einleiten, um Planungssicherheit zu schaffen und mögliche Fördermittel nicht ungenutzt verstreichen zu lassen“, heißt es im Antrag.


Noch kein Bau – aber ein klarer Auftrag ist gefordert

Eine konkrete Trasse, eine Kostensumme oder einen verbindlichen Baubeginn enthält das Papier noch nicht. Der Antrag zielt darauf, die nächsten Schritte verbindlich festzulegen.


Zunächst ist deshalb die Gemeindevertretung gefragt. Erteilt sie den Prüfauftrag wie vorgeschlagen, hätte die Verwaltung eine klare Frist für belastbare Ergebnisse. Ob und wie gebaut wird, wäre anschließend zu entscheiden. Der Anspruch der Ortsbeiräte steht bereits fest: Aus dem Wunsch nach einem sicheren Radweg soll ein Vorhaben mit konkretem Fahrplan werden.

Kommentare


Kontakt zur Redaktion

Für Gastbeiträge, Pressemitteilungen, Veranstaltungseinladungen und redaktionelle Hinweise erreichen Sie die Redaktion der Michendorfer Rundschau unter redaktion@michendorfer-rundschau.de.

Gerne nehmen wir Informationen, Termine, Bildmaterial und Themenvorschläge aus Michendorf und den Ortsteilen entgegen. Bitte fügen Sie nach Möglichkeit alle relevanten Angaben sowie einen Ansprechpartner hinzu.

MIR Logo (weiss)
  • Facebook
  • Whatsapp
  • Instagram
  • X
  • LinkedIn
  • TikTok

Gemäß § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen, da unser Unternehmen der Kleinunternehmerregelung unterliegt.

 

Kontakt zur Redaktion: Redaktion@Michendorfer-Rundschau.de

© 2026 Michendorfer Rundschau | Gosciniak & Bettermann Ads & Publishing GbR | Impressum | Datenschutz

bottom of page