regiobus warnt: Pendler müssen mit "nicht planbaren" Ausfällen rechnen
- Gregory Gosciniak

- 26. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Michendorf - Pendlerinnen und Pendler in Michendorf müssen sich ab Morgen bis einschließlich Samstag auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie die regiobus Potsdam Mittelmark GmbH mitteilt, werde es aufgrund eines von der Gewerkschaft ver.di ausgerufenen Streiks am 27. und 28. Februar 2026 ganztägig zu zahlreichen, nicht planbaren Fahrtausfällen im gesamten Liniennetz kommen.
Betroffen ist damit auch der Busverkehr im gesamten Gemeindegebiet.
Keine verlässlichen Fahrpläne
Nach Angaben des Unternehmens seien die Ausfälle nicht planbar. Das bedeutet: Einzelne Linien oder Fahrten könnten kurzfristig entfallen, ohne dass dies im regulären Fahrplan ersichtlich sei. Fahrgäste sollten sich daher vor Fahrtantritt zwingend über aktuelle Informationen informieren.
Regiobus weist zudem darauf hin, dass es parallel auch zum Ausfall des Infotelefons sowie des Kundenservices kommen könne. Betroffen seien das Kundencenter am Bahnhof Werder sowie die Kundenbüros in Bad Belzig und am Bahnhof Teltow Stadt.
Informationen zu Störungen würden nach Unternehmensangaben nach Möglichkeit über die Fahrinfo des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veröffentlicht.
Auswirkungen für Schülerinnen, Pendler und Senioren
Für viele Michendorferinnen und Michendorfer ist der Bus nicht nur Ergänzung, sondern elementarer Bestandteil des Alltags. Schülerinnen und Schüler, die auf Zubringerlinien zu weiterführenden Schulen angewiesen sind, Berufspendlerinnen und -pendler mit Anschluss an den Regionalverkehr sowie Seniorinnen und Senioren ohne Auto könnten besonders betroffen sein.
Eltern sollten daher prüfen, ob alternative Fahrmöglichkeiten organisiert werden können. Auch Fahrgemeinschaften oder flexible Arbeitszeiten könnten für einzelne Tage eine praktikable Lösung darstellen.
Das Brandenburger Bildungsministerium hat bereits auf den angekündigten Warnstreik reagiert: Für Freitag ist die Präsenzpflicht an den Schulen aufgehoben. Eltern können eigenständig entscheiden, ob ihrem Kind der Schulweg unter den gegebenen Bedingungen zuzumuten ist. Schülerinnen und Schüler gelten bei entsprechender Mitteilung der Sorgeberechtigten als entschuldigt.
Hintergrund des Streiks
Der Warnstreik ist Teil laufender Tarifauseinandersetzungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und kommunalen Arbeitgeberverbänden. Ver.di fordert unter anderem kürzere Arbeits- und Schichtzeiten sowie bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im Nahverkehr. In Brandenburg beteiligen sich zahlreiche Verkehrsunternehmen an den Streikmaßnahmen.
Ob es über das Wochenende hinaus zu weiteren Arbeitskampfmaßnahmen kommt, ist derzeit offen.




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