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Sommerabend fällt aus: Wilhelmshorst muss auf sein „Get Together“ verzichten

Wilhelmshorst - Erst war es als kleiner Sommerabend für den Ort gedacht.

Jetzt ist klar: Auch daraus wird nichts. Das für den 27. Juni 2026 geplante „Wilhelmshorst Get Together“ in der Ortsmitte ist abgesagt.


Auf den Veranstaltungsbeiträgen steht inzwischen unmissverständlich ein roter Balken: „ABGESAGT“. Einer der Organisatoren, Torsten Conradt (CDU), machte die MIR-Redaktion auf die Absage aufmerksam. Die Informationen zur Absage stellt das Festival-Team auf der Internetseite der Initiative „Gestaltung Mitte Wilhelmshorst“ zur Verfügung. Dort heißt es unter der Überschrift „ABGESAGT: Get Together – Sommerabend 2026 – 27. Juni“, geplant gewesen sei ein Abend „in der Ortsmitte mit viel Bio beim Barbecue, Wein und Bier“.


Ausweichidee wird ebenfalls abgesagt

Eigentlich sollte in Wilhelmshorst zunächst die größere Festival-Veranstaltung über mehrere Tage stattfinden – einschließlich der 80-Jahrfeier des Kulturbunds Michendorf.

Nachdem diese Planung verschoben worden war, wollte das Team zumindest eine kleinere Alternative auf die Beine stellen: einen Sommerabend mit Nachbarn, guten Getränken, Gesprächen und Bühnenprogramm.


Doch auch diese Lösung kommt nun nicht zustande. Auf der Website formuliert das Team offen: „Das ist uns organisatorisch dieses Jahr nicht gelungen.“ Außerdem sei absehbar gewesen, dass die kurzfristig noch machbare Form weder dem eigenen Anspruch noch den Erwartungen vieler Gäste gerecht geworden wäre.


Das ist für Wilhelmshorst bitter – aber auch ehrlich. Denn die Botschaft dahinter ist klar:

Lieber keine Veranstaltung als eine, die am Ende nicht zum Ort, zum Anspruch und zur bisherigen Qualität passt.


Kein Fest um jeden Preis

Besonders deutlich wird das in einem weiteren Satz des Festival-Teams. Man wolle Veranstaltungen „nicht halbgar durchführen“, sondern „so, dass sie zum Ort passen“.

Dafür brauche es mehr Menschen, die mitdenken, mit anpacken oder einzelne Aufgaben übernehmen.


Damit ist die Absage mehr als nur eine Terminänderung. Sie zeigt, woran lokale Kultur oft hängt: nicht an Ideen, sondern an Schultern. An Menschen, die vorher planen, beim Aufbau helfen, Technik organisieren, an Ständen stehen, Werbung machen oder nach dem letzten Lied wieder aufräumen.


Rückschlag für die Ortsmitte

Für die Wilhelmshorster Ortsmitte ist die Absage dennoch ein Rückschlag. Das „Get Together“ sollte genau das bieten, was vielen Orten guttut: einen unkomplizierten Abend, an dem man sich trifft, redet, isst, trinkt und den Sommer gemeinsam erlebt.


Gerade deshalb dürfte die Entscheidung viele enttäuschen. Zugleich macht sie sichtbar, dass ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen nicht selbstverständlich sind. Wer solche Abende im Ort will, kann sie nicht nur besuchen – er muss sie im besten Fall auch mittragen.


Das Festival-Team bedankt sich auf seiner Seite für das Verständnis und blickt trotz Absage nach vorn. Die Idee bleibt also bestehen. Nur für den 27. Juni gilt erst einmal: kein Festival, kein Sommerabend, kein „Get Together“ in der Wilhelmshorster Ortsmitte.

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