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Zettel an der Tür – und die Debatte kocht hoch: Fleischerei-Aus sorgt in Michendorf für Wirbel

Michendorf – Die Fleischerei-Filiale in der Potsdamer Straße ist bereits seit Ende April geschlossen. Doch erst jetzt sorgt das Thema in den sozialen Netzwerken für eine größere Debatte – ausgelöst durch einen Facebook-Beitrag einer Vertreterin der Verwaltung.


Dabei hingen die Hinweise auf das Aus bereits seit Tagen sichtbar an der Tür der Filiale.


Auf einem ersten handschriftlichen Zettel hieß es: „Liebe Kundschaft! Wir schließen am Mittwoch den 29.4. und Donnerstag den 30.4. um 13 Uhr, danke für ihr Verständnis“.


Ein weiterer Aushang vom 30. April informierte dann endgültig über das Ende des Standorts: „Liebe Kundschaft wir möchten Sie darüber informieren, das am Donnerstag den 30.4. unser Letzter Öffnungstag ist“.


Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Filialen in Seddin und Saarmund weiterhin bestehen bleiben. Abschließend bedankte sich das „agro team“ für die „jahrelange Treue“.


Beitrag erst Tage später

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte nun der Umstand, dass die Vertreterin der Verwaltung erst am gestrigen frühen Morgen gegen 6 Uhr öffentlich erklärte, sie habe bei der agro Saarmund GmbH nachgefragt und Informationen zur Schließung erhalten.


Demnach sei „eine Übernahme des Betriebszweigs der Fleischerei“ erfolgt, weshalb die Filiale am bisherigen Standort nicht weitergeführt werde. Gleichzeitig erklärte sie, dass geplant sei, an einem anderen Standort in Michendorf wieder eine neue Filiale zu eröffnen.


Ein neuer Standort steht allerdings bislang noch nicht in Aussicht. Die Gemeinde wolle die Suche unterstützen.

Genau dieser zeitliche Ablauf wurde anschließend von zahlreichen Kommentatoren aufgegriffen.


„Als Letzte erfahren?“

Besonders deutlich fiel die Kritik auf einer lokalen Facebook-Seite aus. Dort wurde spöttisch kommentiert, die Vertreterin der Verwaltung habe offenbar „durch einen Zettel im Schaufenster“ von der längst vollzogenen Schließung erfahren und nutze dies nun „für Eigenwerbung“.


Auch unter dem ursprünglichen Beitrag häuften sich kritische und teils sarkastische Kommentare. Einige Nutzer verbanden die Schließung direkt mit der Entwicklung des Ortskerns rund um die Potsdamer Straße und die „Apfelmitte“.


So schrieb ein Nutzer ironisch, der „Ausbau der Aufenthaltsqualität an der Potsdamer“ wirke offenbar bereits. Andere sprachen von „Kompetenz auf ganzer Linie“ oder bezeichneten die Situation als „erbärmlich“.


Besonders ausführlich diskutiert wurden erneut die Planungen rund um Fahrradständer, Verkehrsführung und Parkplätze im Ortskern. Ein Kommentator zog dabei überspitzte Vergleiche mit Berliner Szenevierteln und machte sich über die Hoffnung lustig, Radfahrer könnten künftig den Ortskern wirtschaftlich beleben.


Mehr als nur eine Fleischerei

Die Reaktionen zeigen erneut, wie emotional die Veränderungen im Michendorfer Ortskern inzwischen diskutiert werden. Die Potsdamer Straße steht seit Monaten im Mittelpunkt kommunalpolitischer Debatten – etwa wegen Baustellen, Verkehrsplanung, Aufenthaltsqualität und der Umgestaltung rund um das Rathaus.


Die Schließung einer Fleischerei wird dabei offenbar von vielen Bürgern nicht nur als einzelner Geschäftsverlust wahrgenommen, sondern als weiteres Symbol für die Entwicklung des Ortskerns insgesamt.


Ob und wann tatsächlich ein neuer Standort für eine mögliche Rückkehr der Fleischerei gefunden wird, ist derzeit offen.

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