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„Ein Verkauf würde schwerfallen“: Fördergeld entscheidet über Zukunft von Stückens Feuerwehrhaus

Stücken – Das alte Feuerwehrgerätehaus im Michendorfer Ortsteil Stücken soll künftig zum neuen Vereinsheim werden.


Doch das Vorhaben steht unter einer klaren Bedingung:

Ohne Fördermittel ist der Umbau nach Einschätzung der Verwaltung nicht umsetzbar.

Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung.


Klare Linie: Vereinsheim gewünscht

Mit dem geplanten Neubau eines modernen Feuerwehrgerätehauses, der bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll, verliert das bisherige Gebäude in der Stückener Dorfstraße 2 seine ursprüngliche Funktion.


Die Gemeindeverwaltung schlägt daher vor, das Gebäude künftig als Vereinsheim und neues Gemeindezentrum zu nutzen.


Ziel ist es, einen zentralen Treffpunkt für das Dorfleben zu schaffen – für Vereine, Veranstaltungen, Sitzungen des Ortsbeirats und auch als Wahllokal.


Umsetzung hängt am Fördergeld

Die Umsetzung ist jedoch an eine zentrale Voraussetzung geknüpft: Fördermittel.


Nach Angaben der Verwaltung wurden entsprechende Anträge bereits gestellt – unter anderem beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, das auch EU-Mittel aus dem Leader-Programm vergibt.


Die Kosten für den Umbau werden auf rund 825.000 Euro geschätzt.


Im Falle einer Förderung müsste die Gemeinde nach derzeitiger Kalkulation etwa 240.000 Euro selbst tragen.

Ohne diese finanzielle Unterstützung gilt das Projekt aktuell als nicht darstellbar.


Klare Konsequenz: Verkauf als Alternative

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung enthält daher auch eine eindeutige Alternative:

Sollte der Umbau innerhalb der kommenden drei Jahre nicht umgesetzt werden können, soll das Gebäude verkauft werden.


In diesem Fall würde das bisherige Gemeindezentrum in der Stückener Dorfstraße 17 weiterhin bestehen bleiben.


Kritik aus dem Ort

Vor Ort stößt diese mögliche Entwicklung auf Skepsis. Der stellvertretende Ortsvorsteher Jens Schreinicke wird mit den Worten zitiert, es würde schwerfallen, einem Verkauf des alten Feuerwehrhauses zuzustimmen.


Aus seiner Sicht sei das Gebäude deutlich besser geeignet, künftig als Gemeindezentrum mit Vereinsnutzung zu dienen.


Zudem erinnert er daran, dass das Haus Anfang der 2000er Jahre von Feuerwehrleuten in Eigenleistung umgebaut und erweitert wurde – ein Aspekt, der für viele im Ort eine besondere Bedeutung habe.


Konkretes Nutzungskonzept liegt vor

Ein Konzept für die Umnutzung existiert bereits. Vorgesehen ist, die bisherige Fahrzeughalle in einen großen, barrierefreien Versammlungsraum umzubauen. Dieser soll vielseitig nutzbar sein – etwa für Proben, Trainings oder Veranstaltungen.


Ergänzt werden soll das Gebäude durch kleinere Räume, eine Küche, Sanitäranlagen sowie Lagerflächen.


Entscheidung im Mai

Zunächst wird sich der Ortsbeirat Stücken am 9. April mit dem Vorschlag befassen. Danach folgt die Beratung in den Ausschüssen. Die finale Entscheidung trifft die Gemeindevertretung voraussichtlich am 11. Mai.


Teil des Beschlusses ist auch eine außerplanmäßige Auszahlung in Höhe von 25.000 Euro im Haushaltsjahr 2026. Dieses Geld soll in die Planung fließen – allerdings nur dann, wenn Fördermittel bewilligt werden.


Ob Stücken künftig ein neues Vereinszentrum bekommt, entscheidet sich damit vor allem an einer Frage: Gibt es Fördergeld – oder nicht?

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