Erste Partei legt sich fest: FDP unterstützt Gosciniak im Kampf ums Rathaus
Michendorf - Die Bürgermeisterwahl 2027 in Michendorf verspricht spannend zu werden! Während sich das Bewerberfeld erst langsam formiert, schafft die FDP bereits klare Verhältnisse: Die Liberalen verzichten auf einen eigenen Kandidaten und stellen sich hinter den erst 25-jährigen Gregory Gosciniak. Der parteilose Herausforderer freut sich über die Rückendeckung – und sieht gemeinsame politische Ziele.
Kein eigener Kandidat – dafür klare Unterstützung
Die Wahl ist erst 2027, doch in Michendorf werden schon jetzt die ersten politischen Weichen gestellt. Die FDP hat sich entschieden: Statt mit einem eigenen Bewerber ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus zu gehen, unterstützt sie Gregory Gosciniak.
Das gab der Ortsverband in einer Pressemitteilung bekannt. FDP-Chef Axel Lipinski-Mießner macht deutlich, warum seine Partei die Kandidatur unterstützt: Die Michendorfer sollen bei der Wahl eine echte Wahl haben.
„Nach heutigem Stand ist nicht absehbar, dass neben der amtierenden Bürgermeisterin weitere Kandidaten antreten. Eine Wahl lebt aber davon, dass die Bürger zwischen unterschiedlichen Personen und Ideen entscheiden können. Als Liberale wollen wir diesen Wettbewerb“, erklärt Lipinski-Mießner.
Die Botschaft ist deutlich: Eine Bürgermeisterwahl soll aus Sicht der Liberalen mehr sein als die bloße Bestätigung der bisherigen Rathausspitze.
Jung, verwurzelt und mit eigenen Ideen
Warum ausgerechnet Gosciniak? Für die FDP sprechen offenbar sowohl seine Person als auch sein politisches Programm.
„Mit Gregory Gosciniak gibt es eine echte Alternative. Er ist jung, dynamisch und mit seiner Familie seit Generationen in Michendorf verwurzelt“, erklärt der Ortsvorsitzende.
Tatsächlich ist der 25-Jährige in Wildenbruch zu Hause, lebt dort mit seiner Familie und will im kommenden Jahr im Alter von 26 Jahren Bürgermeister werden. Schon sein Großvater Bodo Albrecht stand einst als Bürgermeister an der Spitze der damaligen Gemeinde Wildenbruch.
Doch allein mit familiären Wurzeln lässt sich keine Verwaltung führen. Deshalb verweist die FDP ausdrücklich auf zwei politische Punkte: Bürgernähe und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld.
„Wir freuen uns auf einen fairen Wettbewerb um die besten Ideen für Michendorf“, so Lipinski-Mießner.
Weniger Papierkram, weniger Gebühren?
Politisch liegen FDP und Gosciniak zumindest bei einigen zentralen Themen auf einer Linie.
Der parteilose Kandidat tritt mit dem Motto „Michendorf wird einfach“ an. Dahinter steckt unter anderem die Forderung, kommunale Satzungen und Gebühren auf den Prüfstand zu stellen. Bürokratie soll abgebaut, Verwaltungsabläufe sollen vereinfacht werden.
Auch die Abschaffung von Parkgebühren und anlassunabhängigen Parkkontrollen hat Gosciniak bereits angekündigt. Bei Kita und Hort will er prüfen, wo Eltern finanziell oder zumindest beim Papierkram entlastet werden können.
Hinzu kommt seine Forderung, öffentliche Gelder konsequenter nach tatsächlichem Bedarf einzusetzen.
Dass sich ausgerechnet die Liberalen für diesen Kurs erwärmen, dürfte angesichts ihrer traditionellen Schwerpunkte bei Bürokratieabbau und wirtschaftlicher Eigenverantwortung kaum überraschen.
Gosciniak: „Mein Ziel bleibt: Michendorf wird einfach“
Und wie reagiert der Bürgermeisterkandidat auf die Unterstützung?
Auf Anfrage der Michendorfer Rundschau erklärt Gosciniak: „Ich freue mich über die Unterstützung der FDP Michendorf und danke Axel Lipinski-Mießner und seinem Ortsverband für das Vertrauen.“
Besonders die inhaltlichen Gemeinsamkeiten scheinen ihn zu freuen: „Dass die FDP meine Vorstellungen von einer bürgernahen Verwaltung und einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld teilt, freut mich natürlich. Mein Ziel bleibt: Michendorf wird einfach.“
Eine Sache bleibt dabei unverändert: Gosciniak kandidiert parteilos. Die Unterstützung durch die FDP macht ihn also nicht zum Kandidaten der Liberalen.
Wer steigt noch ins Rennen ein?
Mit der Entscheidung der FDP kommt Bewegung in den Vor-Wahlkampf. Die amtierende Bürgermeisterin und ihr parteiloser Herausforderer stehen bislang im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Ob sich weitere Bewerber dazugesellen, ist noch offen.
Für die FDP ist die Sache jedenfalls entschieden. Statt einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, setzt der Ortsverband auf Gosciniak.
Und damit steht schon jetzt eine interessante Frage im Raum: Bleibt die FDP die einzige Partei, die sich hinter einen der beiden Kandidaten stellt – oder folgen weitere?





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