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Hoffnung auf mehr Direktzüge nach Berlin – doch Pendler müssen warten

vor 5 Stunden
2 Min. Lesezeit

Michendorf/Wilhelmshorst - Für Fahrgäste aus Michendorf und Wilhelmshorst gibt es Aussicht auf bessere Verbindungen ins Berliner Zentrum. Ein neues Konzept soll RE7 und RB23 miteinander verknüpfen. Zunächst drohen allerdings wieder kürzere Züge.


Morgens nach Berlin, nachmittags zurück: Für viele Menschen in der Gemeinde gehört der RE7 zum Arbeitsalltag. Umso wichtiger ist die Frage, welche Züge ohne Umstieg bis ins Zentrum fahren. Zusätzliche Direktverbindungen über die Berliner Stadtbahn sollen das Angebot verbessern.


Das geplante Zusammenspiel von RE7 und RB23 verfolgt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) allerdings erst für den Fahrplan 2028 weiter. Grund ist die verlängerte Generalsanierung der Strecke Berlin–Lehrte.


Weiterfahren statt in Wannsee umsteigen

Wie die MAZ berichtet, sollen die Verstärker aus Bad Belzig künftig morgens und nachmittags wieder einen halbstündlichen RE7-Verkehr bis ins Berliner Zentrum ermöglichen.

Diese zusätzlichen Züge endeten nach der Fahrplanänderung im Dezember 2025 bereits in Wannsee. Wer mit ihnen weiter in die Innenstadt wollte, musste dort umsteigen.


Für Nutzer der Bahnhöfe Michendorf und Wilhelmshorst wäre die Verlängerung deshalb eine Erleichterung: Auch bei den zusätzlichen Fahrten könnten sie länger im selben Zug sitzen bleiben. Dabei geht es um das Angebot zu den Stoßzeiten, nicht um einen durchgehenden Halbstundentakt über den gesamten Tag.


Neues Konzept verbindet RE7 und RB23

Vorgesehen ist folgender Ablauf: Morgens fahren die Verstärker aus Bad Belzig auf die Berliner Stadtbahn und anschließend als RB23 weiter nach Golm. Nachmittags ist der Weg umgekehrt geplant: von Golm über die Berliner Stadtbahn und anschließend in Richtung Bad Belzig.


Das ursprünglich für 2027 vorgesehene Konzept verschiebt sich durch die Bauarbeiten.

Für die RB23 kündigt der VBB zunächst sogar eine deutliche Einschränkung an: Sie soll im Fahrplanjahr 2027 ausschließlich zwischen Golm und Potsdam-Griebnitzsee verkehren.


Als Grund nennt der Verbund die verlängerte Sanierung und damit verbundene Umleitungen des Fernverkehrs.


Zunächst wird es wieder enger

Noch vor den angekündigten Verbesserungen müssen sich RE7-Fahrgäste laut MAZ auf ein geringeres Platzangebot einstellen. Ab November sollen planmäßig wieder kürzere Züge eingesetzt werden. Erst mit Beginn der touristischen Hauptsaison zu den Osterferien 2027 seien erneut längere Züge vorgesehen.


Die Aussicht auf zusätzliche Direktverbindungen löst das kurzfristige Platzproblem damit zunächst nicht. Gerade für Menschen, die regelmäßig mit dem RE7 zur Arbeit fahren, bleiben Zuglänge und verlässliche Verbindungen zwei entscheidende Fragen.


Für Michendorf und Wilhelmshorst ist das geplante Angebot ein Lichtblick. Bis zur Umsetzung bleibt jedoch Geduld gefragt. Konkrete Abfahrtszeiten für die örtlichen Bahnhöfe nennt die vorliegende Ankündigung noch nicht.

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