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„Familien wie Wir“: Michendorf sucht Familien mit pflegebedürftigen Kindern für Ausstellung

Michendorf - Familien mit pflegebedürftigen Kindern sollen bei einer geplanten Ausstellung in Michendorf im Mittelpunkt stehen. Wie die Gemeinde Michendorf in einer Mitteilung informiert, bereitet das Bündnis für Familie zur Eröffnung der Michendorfer Gesundheitswochen 2027 die Ausstellung „Familien wie Wir“ vor.


Im Mittelpunkt sollen Familien aus der Gemeinde stehen, in denen Kinder mit Pflegebedarf leben.

Für die Umsetzung werden nun Familien gesucht, die bereit sind, sich porträtieren und interviewen zu lassen.


Alltag sichtbar machen

Ziel der Ausstellung sei es, die Lebensrealität der betroffenen Familien sichtbar zu machen, Berührungsängste abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Zugleich soll das Projekt dazu beitragen, Familien miteinander zu vernetzen und bestehende Barrieren im Alltag deutlicher wahrnehmbar zu machen.


Dabei soll es nicht allein um Pflegegrade, Diagnosen oder organisatorische Schwierigkeiten gehen. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Kinder und ihre Familien selbst: ihr Alltag, ihre gemeinsamen Erlebnisse, ihre Sorgen, ihre Wünsche und die Frage, welche Unterstützung sie benötigen.


Die Porträts sollen durch Interviews ergänzt werden. Auf diese Weise könnten Besucher der Ausstellung erfahren, was es konkret bedeutet, ein pflegebedürftiges Kind zu begleiten – und welche Erfahrungen Familien dabei in Michendorf machen.


Vorbild aus Potsdam

Als Grundlage dient eine ähnliche Ausstellung, die bereits von pflegenden Eltern in Potsdam umgesetzt wurde. Dort wurden Kinder mit und ohne Behinderung sowie ihre Familien fotografisch porträtiert und mit abgedruckten Interviews vorgestellt.


Zwei pflegende Mütter, die an dem Potsdamer Projekt beteiligt waren, unterstützen nun auch die Vorbereitungen in Michendorf. Ihre Erfahrungen sollen helfen, ein sensibles und zugleich öffentlichkeitswirksames Ausstellungskonzept zu entwickeln.


Das Michendorfer Bündnis betont allerdings, dass die genaue Gestaltung noch nicht abschließend feststehe. Das Projekt befinde sich derzeit in der Planungsphase. Gerade die teilnehmenden Familien sollen mit ihren Geschichten und Perspektiven entscheidend dazu beitragen, welche Form die Ausstellung schließlich annimmt.


Kooperationen mit Schulen geplant

Nach Angaben des Bündnisses werden zudem Kooperationen mit den Michendorfer Grundschulen und der Oberlinschule im Norberthaus angestrebt. Die entsprechenden Gespräche und Abstimmungen liefen noch.


Dadurch könnten auch Kinder und Jugendliche stärker in das Projekt einbezogen werden. Die Ausstellung soll nicht nur informieren, sondern Begegnungen ermöglichen und das Thema Inklusion innerhalb der Gemeinde stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.


Familien werden dringend gesucht

Entscheidend für die Umsetzung seien nun Familien aus Michendorf, die mit einem pflegebedürftigen Kind leben und bereit sind, an dem Projekt mitzuwirken.

Gesucht werden Protagonisten und Interviewpartner, die ihrem Familienalltag ein Gesicht geben möchten.


Vorkenntnisse oder Erfahrungen mit öffentlichen Auftritten seien dafür nicht erforderlich. Interessierte Familien könnten sich zunächst unverbindlich informieren und anschließend entscheiden, ob und in welcher Form sie Teil der Ausstellung werden möchten.


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