Glasscherben am neuen Spielplatz? Gemeinde lässt Fragen unbeantwortet
Michendorf – Eigentlich soll der neue Spielplatz am Hasenweg ein Ort sein, an dem Kinder unbeschwert spielen können. Doch nur wenige Wochen nach der Eröffnung sorgt ausgerechnet die Sicherheit auf dem Gelände mutmaßlich für Ärger.
Ein Facebook-Nutzer erhebt schwere Vorwürfe: Eltern würden dort immer wieder Glasscherben finden. Die Gemeinde sei darüber bereits seit Mitte Juli informiert, reagiere inzwischen aber nicht mehr auf entsprechende Hinweise.
Die Gemeindeverwaltung selbst schweigt bislang – sowohl öffentlich als auch auf Nachfrage der Michendorfer Rundschau.
Nur eine Woche nach der Eröffnung soll es erste Hinweise gegeben haben
Erst am 7. Juli 2026 wurde der neue Kleinkinderspielplatz am Hasenweg offiziell eröffnet. Schaukel, Wippe, Rutsche und Klettermöglichkeiten sollten vor allem jüngeren Kindern einen neuen Treffpunkt bieten.
Doch nach Darstellung eines Facebook-Nutzers dauerte es gerade einmal eine Woche, bis es die ersten Probleme gegeben haben soll.
Unter einem Beitrag der Gemeinde schrieb er Ende August: „Eltern finden weiterhin fast wöchentlich, unzählige Glasscherben am neuen ‚Spielplatz am Hasenweg‘.“
Weiter behauptet der Nutzer, die Gemeinde habe bereits seit dem 14. Juli Kenntnis von der Situation. Zwei Tage lang habe es noch Reaktionen auf E-Mails gegeben – danach sei die Kommunikation abgebrochen.
Auch vor einer möglichen Gefahr werde nach seiner Darstellung nicht gewarnt. Sein Kommentar endet mit einer Frage, die sitzt: „Muss sich erst ein Kind verletzen?“
Der Vorwurf steht im Raum – eine Antwort fehlt
Ob tatsächlich auf dem Spielplatz gefunden wurden, ist derzeit nicht unabhängig bestätigen. Ebenso ist bislang offen, was der Gemeinde seit Mitte Juli konkret gemeldet wurde und welche Maßnahmen daraufhin möglicherweise erfolgt sind.
Genau deshalb fragte die Redaktion bei der Verwaltung um Stellungnahme. Am 28. August übersandte die MIR den vollständigen Facebook-Kommentar an die Gemeinde und bat um eine Einordnung. Die Redaktion wollte unter anderem wissen, wie die Verwaltung den Vorwurf bewertet und ob sie auf den öffentlich sichtbaren Kommentar reagieren werde.
Als Frist für eine Antwort wurde der 2. September genannt. Eine Antwort kam nicht. Auch unter dem Facebook-Kommentar selbst war bis Redaktionsschluss keine Reaktion der Gemeinde zu erkennen.
Viele Fragen – bislang keine Antworten
Damit bleibt vor allem das unbeantwortet, was Eltern interessieren dürfte: Gab es wirklich Glasscherbenfunde und hat die Gemeinde dazu einen aktuellen Stand? Wurde der Spielplatz kontrolliert oder zusätzlich gereinigt?
Gerade weil es sich um einen Spielplatz für kleine Kinder handelt, wiegen solche Fragen schwer.
Glasscherben und tobende Kinder sind schließlich eine denkbar schlechte Kombination. Ob am Hasenweg derzeit tatsächlich eine konkrete oder dauerhafte Gefahr besteht, lässt sich bislang jedoch nicht feststellen. Dafür fehlt vor allem eines: eine Antwort der zuständigen Verwaltung.
Ausgerechnet am fast neuen Spielplatz
Besonders brisant ist der Zeitpunkt. Der Spielplatz gehört zu den jüngsten Projekten der Gemeinde und wurde erst vor wenigen Wochen eröffnet. Bereits während der Planung hatte das Vorhaben öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Für Lieferung und Montage der Spielgeräte waren rund 40.000 Euro vorgesehen.
Mit dem neuen Angebot sollte der Hasenweg für Familien attraktiver werden. Nun steht stattdessen eine ganz andere Frage im Raum: Wie sicher ist der neue Spielplatz tatsächlich?
Der Facebook-Nutzer hat seinen Vorwurf öffentlich gemacht. Die MIR hat der Gemeinde Gelegenheit gegeben, darauf zu antworten, die Darstellung zu korrigieren oder eigene Maßnahmen zu erläutern. Bislang blieb es still. Sollte die Gemeinde noch Stellung nehmen, wird die MIR den Beitrag aktualisieren.





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