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Harken, häufen, hoffen – was ändert sich durch den neuen Laubentsorger?

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Michendorf – Die ersten Blätter fallen, bald wachsen wieder die Haufen am Straßenrand. Doch in diesem Jahr soll das Laubauto häufiger kommen: Ab Oktober übernimmt die Stadtentsorgung Potsdam (STEP) die Laubentsorgung in Michendorf. Die Gemeinde strebt einen "wetterabhängigen" Zweiwochentakt an. In Fresdorf und Stücken läuft die Entsorgung weiterhin über Container und den Bauhof.


STEP erhielt nach der Ausschreibung im August den Auftrag für zunächst ein Jahr. Von Oktober 2026 bis Januar 2027 sind in Langerwisch, Michendorf, Wildenbruch und Wilhelmshorst Saugmaschinen vorgesehen – an fünf Arbeitstagen pro Woche, mit großen Lastwagen und "ausreichend Personal". Wann welche Straße dran ist, wird nach Angaben der Gemeinde noch veröffentlicht.


Weniger Warten am Straßenrand?

Ein kürzerer Abstand zwischen den Abholungen wäre für Anwohner eine Erleichterung. Im vergangenen Herbst war die IKW GmbH aus Werder zuständig. Damals war ein rund dreiwöchiger Durchlauf vorgesehen: erst die nordwestlichen Bereiche von Michendorf und Wilhelmshorst, dann die südöstlichen Bereiche, schließlich Langerwisch und Wildenbruch.


Doch Laub hält sich nicht an Tourenpläne. Wie die Michendorfer Rundschau 2025 berichtete, ließ der große Blattfall zunächst auf sich warten. Erst ab Mitte Oktober wurden vermehrt Haufen in Wilhelmshorst beseitigt. In Michendorf hatte die Aufnahme nach damaligen Verwaltungsangaben bereits in der Vorwoche begonnen.


Fresdorf und Stücken bekommen Container

In Fresdorf und Stücken stellt STEP zentral Container bereit und holt sie nach Bedarf ab. Das Einsammeln übernimmt dort der gemeindliche Bauhof: Er nimmt das zusammengetragene Straßenbaumlaub auf und bringt es zu den Containern. Andere Grünabfälle dürfen nicht hinein.


Wer Straßenbaumlaub selbst anliefern möchte, kann dafür wieder kostenlos den Bauhof in der Michendorfer Ladestraße nutzen - die Annahmetage sollen noch folgen. Das gesamte gesammelte Laub wird bei einem nahe gelegenen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb kompostiert.


Mehr Planung war schon einmal angekündigt

Ein neuer Dienstleister, ein kürzerer Takt – dabei war mehr Verlässlichkeit bereits im vergangenen Jahr das erklärte Ziel. Die Michendorfer Rundschau berichtete damals unter Berufung auf die Gemeinde, die Laubentsorgung sei erstmals über zwei Jahre vergeben worden. Das sollte Planungssicherheit schaffen und den Ablauf verbessern.


Nun ist von einem Auftrag für zunächst ein Jahr die Rede. Wie das zur damaligen Ankündigung passt, erklärt die aktuelle Mitteilung nicht. Eine nachvollziehbare Erklärung für die unterschiedlichen Angaben steht aber aus.


Mal streikt die Technik, mal steht ein Auto im Weg

Die vergangenen Jahre zeigen, wie schnell aus einem fertigen Laubhaufen eine Geduldsprobe werden kann. Im November 2024 musste eine Kolonne ihre Arbeit unterbrechen, weil ein Laubsauger beschädigt worden war.


In Neu-Langerwisch lag das Hindernis 2025 am Straßenrand: Die Straße war nach Angaben der Verwaltung so stark zugeparkt, dass für mehrere Abholtage zeitweilige Haltverbote eingerichtet wurden. Der ordentlichste Haufen hilft eben wenig, wenn das Entsorgungsfahrzeug nicht herankommt.


Freie Fahrt fürs Laubauto

Damit die Abholung klappt, sollen Anwohner das Straßenbaumlaub am Straßenrand zu möglichst großen Haufen zusammenharken. Diese dürfen höchstens zwei Meter von der Stelle entfernt liegen, an der das Entsorgungsfahrzeug halten kann. Wer direkt davor oder daneben parkt, versperrt den Zugang.


Die Gemeinde bittet außerdem darum, die Haufen auf freien Flächen anzulegen – nicht direkt an Verkehrszeichen, Baken oder Baumstämmen. Dort kann feuchtes Laub Fäulnis begünstigen. Mitgenommen werden ausschließlich Blätter öffentlicher Straßenbäume. Laub aus dem eigenen Garten, Äste, Rasenschnitt, Straßenkehricht, Steine und Müll gehören nicht auf die Haufen.

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