Landtagsvizepräsidentin aus Michendorf tritt in die SPD ein
- Gregory Gosciniak

- vor 13 Stunden
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Potsdam – Klare Entscheidung mit Signalwirkung: Die Landtagsvizepräsidentin aus Michendorf, Dr. Jouleen Gruhn, ist offiziell der Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) beigetreten. Bereits im November 2025 hatte sie ihren Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erklärt. Anfang Januar wechselte sie in die SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag – nun folgt der formelle Parteieintritt.
In einem persönlichen Social-Media-Beitrag beschreibt Gruhn ihren Schritt als konsequente Fortsetzung ihres politischen Kurses. Nach dem Wechsel in die SPD-Fraktion habe sie sich entschieden, „diesen Weg konsequent zu Ende zu gehen und auch formell in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands einzutreten“.
Deutliche Abrechnung mit alter Partei
Inhaltlich grenzt sich die Michendorferin klar vom BSW ab. Sie wende sich „klar gegen eine Politik, die spaltet, verunsichert und blockiert, statt Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu gestalten“.
Zugleich betont sie ihre politischen Schwerpunkte: Sie stehe weiterhin „für eine starke Gesundheitslandschaft und Wissenschaft in Brandenburg sowie für eine Politik, die zusammenführt, Probleme ernsthaft angeht und unsere Demokratie stärkt“.
Hintergrund: Turbulenzen im BSW Brandenburg
Der Parteieintritt folgt auf Monate erheblicher Spannungen im brandenburgischen Landesverband des BSW. Im Herbst 2025 hatten mehrere Abgeordnete – darunter Gruhn – die Partei verlassen. Berichten zufolge ging es neben inhaltliche Differenzen vor allem um zunehmende.
Die Austritte hatten unmittelbare landespolitische Folgen: Die Zusammenarbeit zwischen SPD und BSW verlor ihre stabile parlamentarische Grundlage. Anfang Januar 2026 wurde das Ende der Koalition offiziell. In der Folge ordnete sich die Mehrheitslage im Landtag neu.
Signal für Stabilität
Mit ihrem Eintritt in die SPD setzt Gruhn nun ein deutliches Zeichen. Sie bedankt sich ausdrücklich für die „offene und vertrauensvolle Aufnahme in die Fraktion“.
Wie sich der Wechsel langfristig auf die politische Landschaft in Brandenburg und vor Ort auswirkt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Bruch mit dem BSW ist vollzogen – und der Neuanfang offiziell.
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