Nach Hinweisen aus Michendorf: Polizei zieht Transporter aus dem Verkehr
Langerwisch/Michendorf – Seit Ende Juli sorgen Berichte über Kleintransporter in der Nachbarschaft für Unruhe. Im Mittelpunkt stand wiederholt ein rotes Fahrzeug, mehrfach soll deshalb die Polizei verständigt worden sein. Deren Antwort auf eine Anfrage der Michendorfer Rundschau bringt nun teilweise Klarheit: Insgesamt geht es um vier gemeldete Fälle.
Bei allen vier Hinweisen trafen die Beamten zunächst keinen Transporter an. In einem der Fälle entdeckte die Polizei das gemeldete Fahrzeug jedoch später und stoppte es. Die Kontrolle hatte Folgen: Weil keine Haftpflichtversicherung bestand, wurden die Kennzeichen entsiegelt und Ermittlungen eingeleitet. Ob sich die vier Meldungen auf einen oder mehrere Transporter bezogen, bleibt offen.
Vier Meldungen, zunächst keine Spur
Der MIR waren seit Ende Juli mehrere Sichtungen und mutmaßliche Polizeimeldungen zu einem als auffällig empfundenen Fahrzeug bekannt geworden. Weil die bloße Anwesenheit oder Farbe eines Transporters noch keinen Grund zur Sorge darstellt, fragte die Redaktion bei der Polizeidirektion West nach.
Wie die Pressestelle der Polizeidirektion West auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, wurde die Polizei zwischen dem 29. Juli und dem 4. August dreimal über Sachverhalte informiert, die zu den Schilderungen der Anwohner passen könnten. Streifenbeamte hätten in keinem dieser drei Fälle einen entsprechenden Kleintransporter feststellen können.
Hinzu kommt ein vierter gemeldeter Fall. Auch dort hätten Polizisten zunächst kein Fahrzeug angetroffen. Für diesen Vorgang nennt die Polizei in ihrer Antwort keinen genauen Zeitpunkt. Ebenso bleibt unklar, ob hinter den verschiedenen Hinweisen derselbe oder mehrere Kleintransporter steckten.
Kontrolle mit Folgen
Im vierten Fall blieb es nicht bei der erfolglosen Suche: Zu einem späteren Zeitpunkt sichteten Polizisten den gemeldeten Transporter und stoppten ihn für eine Kontrolle.
Dabei stellte sich nach Angaben der Polizeidirektion West heraus, dass für das Fahrzeug keine Haftpflichtversicherung bestand. Die Kennzeichen wurden daraufhin entsiegelt. Außerdem leitete die Polizei Ermittlungen wegen einer Verkehrsstraftat ein.
Ob der kontrollierte Transporter auch Gegenstand einer oder mehrerer der drei vorherigen Meldungen war, geht aus der Antwort nicht hervor. Weitere Erkenntnisse über strafrechtlich relevante Handlungen lägen derzeit nicht vor.
Polizei ermutigt zu Hinweisen
Unabhängig vom Ergebnis der bisherigen Kontrollen sollen verdächtige Beobachtungen weiterhin gemeldet werden. Die Polizei ermutigt ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger, entsprechende Wahrnehmungen mitzuteilen. Das gelte für sämtliche Fahrzeuge, „die sich verdächtig verhalten“.
Entscheidend ist damit das konkret beobachtete Verhalten. Je genauer Ort, Zeitpunkt, Fahrzeug und Wahrnehmung beschrieben werden, desto gezielter kann die Polizei einem Hinweis nachgehen.





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