Richtigstellung zum Artikel „Politiker fordern Pragmatismus: Michendorf sucht Ausweg aus Kitaplatz-Krise“
- MIR-Redaktion

- 3. März 2025
- 3 Min. Lesezeit
In unserer Berichterstattung vom 21. Februar über eine vermeintliche "Kitaplatz-Krise" in Michendorf haben wir Fehler gemacht. Wir haben die Situation falsch dargestellt und möchten uns dafür aufrichtig entschuldigen. Nach gründlicher Prüfung möchten wir hiermit die tatsächliche Lage sachlich richtigstellen:
Kapazitäten und Auslastung: Die Gemeinde Michendorf verfügt aktuell über fast 700 Betreuungsplätze in ihren Kindertagesstätten. Allein die größte Einrichtung, die Kita Ameisenhügel in Wilhelmshorst, kann bis zu 138 Kinder betreuen. Die neu eröffnete integrative Kita “Entdecker vom Wolkenberg” bietet weitere 90 Plätze, die auf Anhieb vollständig belegt wurden. Dies unterstreicht den hohen Bedarf – zeigt aber auch, dass neue Plätze geschaffen wurden und umgehend genutzt werden. Insgesamt sind nahezu alle verfügbaren Plätze belegt, was die angespannte Nachfrage verdeutlicht, aber von einem „unlösbaren“ Kollaps kann keine Rede sein.
Erweiterungen in den letzten Jahren: Die Gemeinde hat bereits in der Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, um dem Mangel an Kita-Plätzen entgegenzuwirken. So wurde z.B. die neue Krippe “Heideschlösschen” in Michendorf eingerichtet, die 64 Plätze für Kinder unter drei Jahren bereitstellt. Auch bestehende Kitas wurden ausgebaut – etwa wurde die Kapazität der Kita Ameisenhügel deutlich erhöht. Zudem arbeitet die Gemeinde eng mit freien Trägern zusammen (etwa Johanniter-Unfall-Hilfe, Deutscher Orden und Kirche), um zusätzliche Plätze zu schaffen. Diese Maßnahmen haben die Versorgungssituation deutlich verbessert. Noch 2019 galten Kitaplätze in Michendorf als knapp; heute jedoch liegt die Versorgungsquote deutlich höher und wächst mit jeder Neu-Eröffnung.
Aktuelle Versorgung und Rechtsanspruch: Entgegen der Darstellung im ursprünglichen Artikel erhält jedes anspruchsberechtigte Kind in Michendorf einen Betreuungsplatz. Die Gemeindeverwaltung stellt sicher, dass für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein Angebot vorhanden ist – notfalls auch über Tagesmütter oder -väter (Tagespflege), die in der Gemeinde als Ergänzung bereitstehen. Es bleibt kein Kind ohne Betreuungsangebot. Bürgermeisterin Claudia Nowka hat anlässlich der Eröffnung der Kita “Entdecker vom Wolkenberg” ausdrücklich betont, dass die Gemeinde ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommt und wie wichtig jeder neue Platz ist – alle 90 neuen Plätze dieser Kita wurden sofort vergeben.
Zukünftige Planungen der Gemeinde: Die Gemeinde Michendorf plant vorausschauend und arbeitet kontinuierlich daran, auch künftigen Bedarf zu decken. Bei neuen Wohngebieten wird frühzeitig an die soziale Infrastruktur gedacht, insbesondere an ausreichend Kita-Plätze. So hat die Gemeindevertretung bereits Schritte unternommen, um im Flächennutzungsplan weitere Kita-Standorte zu ermöglichen. Politisch besteht Einigkeit darüber, dass das Wachstum der Gemeinde nur mit dem Ausbau von Kitas, Schulen und anderer Infrastruktur einhergehen kann. Gleichzeitig zeigen aktuelle Bevölkerungsprognosen, dass die Zahl der Kinder in Michendorf langfristig eher leicht rückläufig sein könnte (ein landesweiter Trend). Das würde den Druck perspektivisch mindern. Wichtig: Ungeachtet solcher Prognosen wird die Gemeinde weiterhin dafür sorgen, dass aktuell jeder Betreuungsanspruch erfüllt wird. Sollte es kurzfristig Engpässe geben, werden Lösungen gesucht – etwa durch befristete Gruppen in Ausweichräumen oder Kooperation mit Tagespflege – um allen Familien gerecht zu werden. Diese offiziell bestätigten Planungen und Zusagen wurden in unserem ursprünglichen Artikel unzureichend berücksichtigt.
Wir entschuldigen uns ausdrücklich für die entstandenen falschen Eindrücke. Die Gemeinde Michendorf hat die Kitaplatz-Situation nicht ignoriert, sondern mit nachweisbaren Fakten und Taten darauf reagiert. Unser Bericht vom 21. Februar wurde den tatsächlichen Gegebenheiten nicht gerecht. Für diesen Fehler bitten wir die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik um Entschuldigung. Wir danken insbesondere für die Hinweise unserer Leser, die uns geholfen haben, die Fakten richtigzustellen.
Fazit: Die Kitaplatz-Versorgung in Michendorf ist und bleibt ein wichtiges Thema, doch die tatsächliche Lage ist besser, als von uns ursprünglich berichtet. Die verfügbaren Plätze wurden in den letzten Jahren erheblich ausgebaut, offizielle Zahlen belegen eine hohe Versorgungsquote, und die Gemeinde arbeitet weiter engagiert an Lösungen. Wir werden künftig noch sorgfältiger recherchieren und nur fundierte, überprüfbare Informationen veröffentlichen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
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