Schauer? Hitze? Egal! Wildenbruch feiert den Sommer am See
- Gregory Gosciniak

- vor 5 Minuten
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Wildenbruch – Erst Hitze, dann Regen, dann beste Laune: Das Mittsommer-Musikfest an der Badestelle Wildenbruch hat am Sonnabend gezeigt, was ein Ort auf die Beine stellen kann, wenn Vereine, Ehrenamtliche und Besucher zusammenkommen. Aus der Badestelle wurde für einen Nachmittag und Abend eine kleine Festmeile direkt am Wasser – mit Musik, Bratwurst, Eis, Fußballübertragung und viel Dorfgefühl.
Das Fest war laut Veranstaltungsankündigung für Sonnabend, 20. Juni 2026, ab 15 Uhr geplant. Die Badestelle Wildenbruch sollte sich in eine Fest- und Erlebnisfläche für Jung und Alt verwandeln. Angekündigt waren unter anderem Street Soccer, Volleyball, Hüpfburg, Musik, Unterhaltung sowie Essen und Getränke. Ab 18 Uhr standen „Dobby & Matthias“ mit Live-Musik auf dem Programm, ab 20 Uhr sollte DJ Manuel „In the Mix“ übernehmen. Organisiert wurde das Mittsommer-Musikfest vom Ortsbeirat Wildenbruch gemeinsam mit Wildenbrucher Vereinen, unterstützt von der Gemeinde Michendorf.
Kurz gezittert, dann weitergefeiert
Ganz ohne Wetterdrama kam der Abend nicht aus. Als Regen einsetzte, ging an den Ständen kurz der sorgende Blick über den Platz. Würden die Besucher bleiben? Würde die Stimmung kippen? Die Antwort kam schnell: Nein.
Ein Ehrenamtlicher an einem der Stände sagte der MIR: „Als Regen kam, hatte man Angst, dass es weniger wird, aber die Stimmung ist sehr ausgelassen.“ Genau das beschrieb den Abend ziemlich gut. Statt Aufbruch gab es Zusammenrücken. Wer Schutz suchte, fand ihn unter Zelten und Pavillons. Wer Hunger hatte, ging zum Grill. Wer Fußball sehen wollte, fand im Feuerwehrzelt seinen Platz. Und wer wegen der Musik gekommen war, blieb ohnehin.
So wurde der kurze Regenschreck eher zur Randnotiz. Wildenbruch feierte weiter – bodenständig, entspannt und mit jener Mischung aus Improvisation und Gelassenheit, die viele Dorffeste erst richtig sympathisch macht.
Vereine halten den Laden am Laufen
Der eigentliche Motor des Festes waren die Ehrenamtlichen. Die Feuerwehr betrieb einen Getränkestand. Der Fastnachtsclub stand im Bierwagen. Der Schulförderverein kümmerte sich an der Grillstation um Bratwurst und Pizzabrot. Auch ein Eiswagen war vor Ort – bei sommerlichen Temperaturen und vielen Familien eine dankbare Ergänzung.
Gerade diese Mischung machte den Nachmittag und Abend aus. Es ging nicht nur um ein Bühnenprogramm, sondern um Begegnung. Eltern kamen mit Kindern, Nachbarn trafen Nachbarn, Jugendliche nutzten die Sportangebote, andere blieben auf ein Getränk oder eine Bratwurst stehen. Vieles wirkte unkompliziert, aber genau darin lag die Stärke des Festes.
Besonders beliebt war das Feuerwehrzelt. Dort wurde die Fußballübertragung an die Wand projiziert. Während draußen Musik lief und an den Ständen Betrieb war, wurde am Stand mitgefiebert. Public Viewing am See, inklusive Dorffest – Wildenbruch bekam an diesem Abend gleich mehrere Sommermomente unter einen Hut.
„Für jeden was dabei“
Auch musikalisch sollte der Abend die Geschmäcker bedienen. Erst Live-Musik, dann DJ und Tanzrunde: Das Konzept ging auf. Ein Ehrenamtlicher fasste es knapp zusammen: „War für jeden was dabei.“
Und tatsächlich: Wer es ruhiger mochte, konnte den frühen Abend mit Live-Musik genießen. Wer später noch bleiben wollte, bekam mit DJ Manuel die passende Begleitung für eine längere Sommernacht. Dazu die Kulisse an der Badestelle, das Wasser in Sichtweite, Essensstände, Getränke, Fußball und viele bekannte Gesichter – mehr braucht ein lokales Mittsommerfest nicht.
Ein Abend, der hängen bleibt
Das Mittsommer-Musikfest war kein Hochglanz-Event und musste das auch nicht sein. Es war ein Wildenbrucher Abend: nahbar, ehrenamtlich getragen, wetterfest und gemeinschaftlich. Gerade nach dem Regen zeigte sich, dass solche Feste nicht nur vom Programm leben, sondern von den Menschen, die bleiben, helfen, grillen, ausschenken, Musik machen, abbauen – und trotzdem gute Laune behalten.
Gerne hätte die MIR-Redaktion auch eine Einschätzung des Ortsbeirats zum Verlauf des Mittsommer-Musikfestes eingefangen. Eine entsprechende Anfrage an Ortsvorsteher Ralf Jechow vom sogenannten "Bündnis für Michendorf" blieb bis zur Veröffentlichung dieses Artikels jedoch leider unbeantwortet.
Am Ende blieb der Eindruck eines gelungenen Sommerabends am See. Wildenbruch hat gefeiert, die Vereine haben geliefert, die Besucher haben mitgezogen. Und der Regen? Der durfte kurz stören, aber nicht bestimmen.




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