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Für Kinder Herr Fuchs, für Eltern der „neue Peter Lustig“ - Löwenzahn-Star dreht in Wildenbruch

Wildenbruch – Klappe, Kamera – und rein in den See! An der Wildenbrucher Badestelle herrschte am Montag und Dienstag ein reger Fernsehbetrieb. Ein echter Star des Deutschen Kinderprogramms, Fritz Fuchs, gespielt von Guido Hammesfahr, Filmhund Keks und ein rund 22-köpfiges Team drehten dort eine neue Folge der ZDF-Kultsendung „Löwenzahn“. Am Ende mussten gleich mehrere Schauspieler klatschnass vor die Kamera.



Zwei Tage lang wurde aus Wildenbruch das fiktive Bärstadt. Badegäste trafen auf Kameraleute, Rettungsschwimmer sicherten die Wasserszenen ab und zwei Bürgermeisterinnen sorgten für einen besonderen Schnappschuss. Die MIR war auf Einladung der Produktion am Set dabei.


Herr Kluthe hat ein nasses Geheimnis

In der Folge „Schwimmen – Wasser hat keine Balken“ – so der vorläufige Titel – wird die Wildenbrucher Badestelle zum Bärstädter Badesee. Dort soll eigentlich gebadet werden.

Doch Herr Kluthe vom Ordnungsamt, gespielt von Holger Handtke, sperrt das Gewässer kurzerhand.


Seine offizielle und erschreckend realistisch Begründung: Es gebe nicht genügend Personal für eine Badeaufsicht. In Wahrheit hat Kluthe jedoch ein ganz anderes Problem – er kann selbst nicht schwimmen. Auch sein Neffe, gespielt von Otis Whigham, hat es bislang nicht gelernt.


Fritz Fuchs bietet den beiden einen Schwimmkurs an. Währenddessen beginnt sich der Neffe langsam von seinem Onkel zu emanzipieren. Zum Finale sollen beide ihr Schwimmabzeichen aus den Händen der Bärstädter Bürgermeisterin erhalten. Diese Rolle übernimmt Antje Widdra. Und natürlich mischt auch Hund Keks kräftig mit. Der tierische Seriencharakter habe eine „wichtige Rolle“, verriet das Team – mehr sollte noch nicht gespoilert werden.



„Meine Rettungsaktion kommt am Nachmittag“

Für Guido Hammesfahr, der seit über zwei Jahrzehnten den Fritz Fuchs verkörpert, begann der Drehtag zunächst vergleichsweise trocken. „Ich musste bis jetzt nur bis zu den Knien ins Wasser“, erzählte der Schauspieler in der Mittagspause. Doch das sollte nicht so bleiben: „Meine Rettungsaktion, bei der ich Herrn Kluthe retten darf, kommt am Nachmittag.“


Die besonders nassen Szenen wurden bewusst ans Ende des Drehtages gelegt. Schließlich lässt sich ein völlig durchnässtes Kostüm nicht ohne Weiteres für die nächste Einstellung verwenden.


Der Hauptdarsteller nahm es mit Humor: „Ich springe rein. Und wenn es nicht scharf war oder ich ein dummes Gesicht gemacht habe, muss die Aktion noch mal gedreht werden.“ Vorsichtshalber habe die Produktion mehrere identische Kostüme dabei. „Ich glaube, davon gibt es vier.“


Für die Sicherheit sorgten Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Potsdam.

Sie beobachteten die Aufnahmen am und im Wasser und hätten im Ernstfall sofort eingreifen können.



Badetipp vom Fernsehstar

Hammesfahr schien sich am Wildenbrucher See sichtlich wohlzufühlen. Das Wasser sei angenehm gewesen, sagte der Schauspieler, der den Fritz Fuchs verkörpert, nach den ersten Aufnahmen. „Das ist hier ein sehr schönes Gewässer.“


Dann gab es sogar noch einen persönlichen Badetipp vom „Löwenzahn“-Star: „Klare Empfehlung von Fritz Fuchs: Man kann noch schwimmen gehen.“


Die Gegend ist Hammesfahr nicht fremd. Besonders Fresdorf kenne er durch private Besuche. Viel Zeit für Ausflüge blieb während des Drehs allerdings nicht: Morgens ging es in die Maske, anschließend folgten Besprechung, Probe und Dreh – bis zum Feierabend.


Privat pendelt der gebürtige Kölner zwischen zwei Städten: „Im Sommer bin ich in Berlin und im Winter in Köln. Ich glaube, umgekehrt wäre doof.“ Diese Mischung passe für ihn sehr gut.



Für Kinder Herr Fuchs, für Eltern der „neue Peter Lustig“

Seit gut 21 Jahren steht Hammesfahr als Fritz Fuchs vor der Kamera. Seine besondere Rolle zwischen zwei Zuschauer-Generationen beschreibt er mit einem Augenzwinkern: Für Kinder sei er einfach „Herr Fuchs“, für viele ältere Zuschauer dagegen noch immer „der neue Peter Lustig“.


Dass zahlreiche heutige Eltern selbst mit „Löwenzahn“ aufgewachsen sind, zeigt sich auch in den sozialen Netzwerken. Die dortigen Beiträge richten sich nach Angaben der Produktion vor allem an Eltern und erwachsene Fans. Interviews und Bilder aus Wildenbruch werden deshalb zunächst gesammelt – und erst kurz vor der Ausstrahlung veröffentlicht.



Ein Fernseh-Kosmos mit Nachtwache

Rund 22 Menschen waren am Dreh beteiligt – nach Angaben des Teams eine eher kleine und „sehr familiäre“ Mannschaft. Gedreht wurde von morgens bis etwa 17.30 oder 18 Uhr. Danach war noch lange nicht Feierabend: Technik musste gesichert, Material verstaut und der nächste Tag vorbereitet werden.


Weil die Produktion zwei Tage in Wildenbruch blieb, standen auch Maske, Kostüm, Aufenthaltsbereiche und mobile Toiletten über Nacht am See. Eine Setwache passte auf den kleinen Fernseh-Kosmos auf.

Am zweiten Drehtag lag alles im Plan. „Das läuft super heute“, freute sich der Produktionsleiter. Sogar die Mittagspause konnte etwas früher als vorgesehen beginnen.



Ein Badegast war wenig begeistert

Große Absperrgitter suchte man an der öffentlich zugänglichen Badestelle vergeblich. Spaziergänger, Ruderer und Badegäste wurden lediglich gebeten, bei laufender Kamera kurz zu warten oder eine benachbarte Badestelle zu nutzen.


Fast alle hätten Verständnis gezeigt, berichtete das Team. Nur ein Badegast sei kurz irritiert weil gewesen, weil er ausgerechnet dort ins Wasser wollte. Hammesfahr konnte den Ärger verstehen – verwies aber zugleich darauf, dass es rundherum weitere Möglichkeiten zum Baden gebe.



„Eine echte und eine Fantasiebürgermeisterin“

Ausgewählt wurde Wildenbruch bei einer sogenannten Motivtour. Ein Mitarbeiter hatte nach einem geeigneten Badesee gesucht – und die Entscheidung für den Drehort in Michendorf fiel nach Angaben der Produktion „sehr schnell“.


Für einen kleinen Promi-Moment sorgte schließlich Antje Widdra, die in der Folge die Bürgermeisterin von Bärstadt spielt. Als sie am Set auf die Michendorfer Rathauschefin traf, kommentierte sie die Begegnung treffend: „Hier treffen sich eine echte und eine Fantasiebürgermeisterin.“


Ob Wildenbruch im fertigen Film sofort wiederzuerkennen sein wird, können die Zuschauer voraussichtlich im Sommer 2027 im ZDF überprüfen.

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