Langerwisch macht Kinder zu Filmemachern
- Gregory Gosciniak

- vor 2 Tagen
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Langerwisch – Kamera an, Ton läuft – und diesmal stehen junge Langerwischer nicht nur vor der Linse, sondern bestimmen selbst, was erzählt wird. Am 12. und 13. September 2026 lädt der Ortsbeirat Langerwisch Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren zu einem kostenlosen Film-Workshop ins Gemeindezentrum ein. Hinter dem Projekt steckt viel ehrenamtliche Arbeit vor Ort.
Unter dem Titel „Langerwisch Inside – Dein Film, deine Story!“ sollen die Teilnehmer gemeinsam mit erfahrenen Regisseuren, Redakteuren und einem Kameramann ihren eigenen Film entwickeln. Von der Idee über Interviews und Kameraarbeit bis zum Schnitt und zur abschließenden Präsentation liegt möglichst viel in den Händen der Nachwuchsfilmer.
Vom Ortsbeirat auf die Leinwand
Organisiert wird das Projekt vom Ortsbeirat Langerwisch unter Federführung von Ortsvorsteher Kay-Uwe Fleischmann. Damit geht es nicht allein um zwei Tage Freizeitprogramm. Der Workshop soll Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihren Ort aus der eigenen Perspektive zu betrachten und selbst Geschichten aus Langerwisch zu erzählen.
Auf dem Programm stehen unter anderem das Führen von Interviews, der Umgang mit Kamera und Ton sowie die Arbeit mit professioneller Filmtechnik. Anschließend soll das entstandene Material geschnitten und der fertige Film präsentiert werden. Vorkenntnisse seien dafür nicht erforderlich – gefragt seien vor allem Neugier, Teamgeist und Lust am Filmemachen.
Gerade der lokale Ansatz macht das Projekt besonders: Die Jugendlichen bekommen kein fertiges Thema vor die Nase gesetzt, sondern sollen gemeinsam entscheiden, welche Geschichte aus ihrem Dorf sie erzählen möchten. So kann am Ende ein Film entstehen, der Langerwisch nicht aus Sicht von Erwachsenen, Verwaltung oder Politik zeigt, sondern durch die Augen der jungen Generation.
Kostenlos dank Ehrenamt und Gemeinde
Für die Teilnehmer entstehen keine Kosten. Nach Angaben der Veranstalter wird das Angebot durch ehrenamtliches Engagement sowie eine Finanzierung der Gemeinde Michendorf ermöglicht.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt der Ortsbeirat eine schnelle Anmeldung. Interessierte Kinder und Jugendliche können sich per E-Mail unter meinlangerwisch@gmx.de melden.
Der Workshop ist damit zugleich ein Beispiel dafür, was ein Ortsbeirat jenseits von Sitzungen, Vorlagen und kommunalpolitischen Debatten auf die Beine stellen kann: ein konkretes Angebot für junge Menschen direkt im Ortsteil – organisiert vor Ort und mit einem sichtbaren Ergebnis am Ende.
Irritation um politischen Instagram-Beitrag
Für Irritation sorgte unterdessen die politische Begleitkommunikation. Zunächst machte nämlich das BfM exklusiv auf seinem Instagram-Auftritt auf den Film-Workshop aufmerksam. Das BfM ist eine politische Gruppierung, der unter anderem die Michendorfer Rathauschefin angehört und die ein Mitglied des Langerwischer Ortsbeirats stellt. Aus dem Umfeld des Ortsbeirats war Unverständnis über den Beitrag der politischen Organisation zu beobachten.
Im Mittelpunkt dürfte am Ende ohnehin aber das stehen, worum es bei dem Projekt eigentlich geht: jungen Langerwischern Raum für eigene Ideen zu geben – und gemeinsam einen Film zu schaffen, auf den sie und ihr Ort stolz sein können.




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